Woran denkst Du spontan, wenn Du das Wort Spiritualität hörst? Denkst Du an Mutter Teresa? An den Papst, an Kardinäle und den Vatikan? An buddhistische Mönche? Oder denkst Du vielleicht an Menschen, die Räucherstäbchen anzünden und mit Blume im Haar meditieren?

Aus meiner Sicht liegst Du mit allen Möglichkeiten goldrichtig. Und es gibt noch viele mehr! Spiritualität ist eines der vielfältigsten Themen, die ich kenne. Sie ist so individuell wie jeder einzelne Mensch.

Du und ich können ganz unterschiedliche spirituelle Erfahrungen machen, die tiefe Auswirkungen auf unser Leben und auf unsere Persönlichkeit haben können.

Das macht Spiritualität für mich zu einem ganz besonderen und sehr bereichernden Aspekt der Persönlichkeitsentwicklung.

Spiritualität ist schon seit langer Zeit für mich ein Thema gewesen, doch mir fehlte der Zugang dazu. 2018 haben mich dann ein paar Freunde mit auf die Reise in diese Welt genommen. Schnell hab ich erkannt: Spiritualität ist ein sehr kraftvoller Baustein zur inneren und äußeren Stärke und vor allem auch dafür, tiergehende Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Mit Mindset, Fokus und Fähigkeiten bin ich im Leben schon weit gekommen, doch nicht alles lässt sich mit unseren logischen Tools erklären und erreichen.

Seitdem ich den Mehrwert darin für mich und meine Mission erkannt habe, bin ich richtig tief eingestiegen. Heute nehme ich Dich mit in meine Entdeckungsreise. Dazu führe ich Dich an die Fragen heran, die auch ich mir anfangs gestellt habe. Auf geht’s!

Kann jeder spirituell sein?

Früher glaubte ich: Um spirituell zu sein, musst Du fest an etwas Bestimmtes glauben, Dich also einer der großen Religionen anschließen. Beim Stichwort Spiritualität dachte ich an einen festen Verhaltenskodex, an eine geordnete und standardisierte Sache mit Ritualen, Bräuchen und Vorschriften.

Heute ist mir klar, dass diese ersten Assoziationen nur die Spitze des Eisbergs sind. Viele der großen Religionen bieten den Menschen an, sie an die Hand zu nehmen und ihnen einen Einblick in die Welt der Spiritualität zu geben. Jede Religion tut das auf ihre eigene Art und Weise.

Die Nachfrage der Menschen nach einer solchen spirituellen Reise war immer schon da. Doch ist Dir insbesondere in den letzten Jahren aufgefallen, dass immer mehr Menschen auch abseits der großen Religionen nach Spiritualität suchen?

So wie ich das gerade tue, machen sich auch viele andere Menschen selbst auf die Suche und entdecken, dass jeder einen eigenen, ganz persönlichen Zugang zur Spiritualität hat. Jeder kann diesen Weg auf seine eigene Weise gestalten.

Diese Reise ist etwas sehr Intimes, eine Verlängerung unserer Innenwelt. Keiner kann sagen oder fühlen, wie es in Deinem Inneren aussieht. Nur Du alleine kannst wahrnehmen und erkennen, was Du brauchst und wohin Dein Weg als nächstes gehen soll. Daher kann Spiritualität auch für jeden etwas anderes sein, denn jeder erlebt das Leben auf seine Weise.

Worum geht’s im Kern?

Begegnet Dir das Thema Achtsamkeit auch immer häufiger? Das ist ein entscheidender Baustein für Spiritualität und bedeutet für mich innehalten, zur Ruhe kommen und wahrnehmen, was da ist. Konzentriert, klar und gelassen. Das Ziel dieses Prozesses? Bewusst werden.

Deine spirituelle Reise eröffnet Dir die Möglichkeit, Dir Deiner Innenwelt und Deiner Außenwelt bewusst zu werden. Was passiert in Deinen Gedanken? Wie fühlst Du Dich gerade? Was treibt Dich an und bewegt Dich täglich tief in Deinem Inneren? Und was geschieht um Dich herum? Was nimmst Du wahr? Was ist da noch, was bisher vielleicht an Dir vorbeigeht?

In erster Linie geht es also darum, Wahrnehmung aufzubauen für alles um Dich herum und alles, was in Dir passiert. Es geht darum, in ein Stadium von Bewusstsein zu kommen, indem Du Dinge mit Deinen fünf Sinnen wahrnimmst, aber auch darüber hinausgehst.

Kennst Du diese Momente, wo Du Dinge fühlst, die Du nicht umschreiben oder in Worte fassen kannst? Manche nennen das einen Impuls, eine Intuition oder eine Eingabe. Wir können sie nicht recht greifen und doch sind sie da. Das sind diese Dinge, die sich dem Gefühl zeigen, doch dem Verstand verschließen.

Diese Erlebnisse gehen darüber hinaus, was wir fühlen und erklären können. Ich habe beobachtet, dass viele Menschen den Zugang zur Spiritualität oft genau deswegen nicht finden oder sogar eine Abwehrhaltung dagegen entwickeln. Sie steigen ein in diese Welt und erwarten sofort messbare Ergebnisse und handfeste Resultate.

Doch Spiritualität ist ein Prozess, der sich erst Stück für Stück entfaltet. Ein Leben lang. Selbst hochrangige Mönche kommen noch nach vielen Jahren Praxis zu neuen Erleuchtungen.

Gib Dir selbst also Zeit. Versuch, jeden Tag ein Element Deines Alltags bewusster zu erleben. Lass all Deine Erwartungen zurück, mach Dich frei von Vorurteilen und lass Dich auf die Erfahrung ein.

Mit welchem Mindset sollte ich an die Sache rangehen?

Wir alle bekommen von Geburt an eine riesige Box voller Geschenke für unser Leben. Doch häufig packen wir diese gar nicht ganz aus. Wir entdecken einen Teil unserer Persönlichkeit und finden eine Aufgabe, mit der wir unser Leben ausfüllen. Doch steckte da vielleicht noch mehr in unserer Box? Spiritualität ist für mich ein Tool, diese Box weiter auszupacken und neue Inhalte bewusst zu machen. Dafür dürfen wir wieder Kind sein!

Hast Du schon mal ein Kind dabei beobachtet, wie es aufwächst? Ich bin unglaublich dankbar für diese wunderbare Erfahrung, die ich als Vater machen darf. Bestimmt hast Du auch schon davon gehört, dass Kinder eine andere Wahrnehmung haben. Sie sind bewusster, mehr im Moment, verlieren sich in Dingen und scheinen manchmal sogar die Fähigkeit zu haben, mit einer anderen Welt zu kommunizieren.

Kennst Du das, wenn Kinder ganz alleine vor sich hin spielen? Sie sind ganz mit sich selbst beschäftigt und doch scheinen sie zu kommunizieren. Als wäre da noch jemand oder etwas anderes, mit dem sie seelenruhig in Austausch gehen. Das kann natürlich auch nur meine individuelle Wahrnehmung sein. Doch viele spirituelle Erfahrungen haben in mir das Gefühl wachsen lassen: Das ist noch mehr!

Ich lade Dich ein, Spiritualität aus der Perspektive und mit dem Mindset eines Kindes zu entdecken. Erlebe die Dinge wie zum ersten Mal und lass sie ganz neu auf Dich wirken. Das wird Deinen Blick auf Dich selbst, auf andere und auf Deine Umwelt bereichern.

Ich trainiere mich gerade darin, die Dinge ohne Bewertung wahrzunehmen. Zu beobachten und zu akzeptieren. Die Bewertungen raus zu lassen und die Dinge so anzunehmen, wie sie sind. Zugegeben, das klingt leichter gesagt als getan. Doch die Dinge sind erst einmal, wie sie sind.

Die Spiritualität hat mich genau diese Sichtweise gelehrt. Dadurch erkenne ich im Alltag vielmehr kleinere Facetten des Lebens, ich bin gelassener und nehme durch meine Offenheit auch viele Chancen ganz neu wahr.

Für mich liegt der Schlüssel also in dem Mindset, ewig Schüler und Kind zu sein.

Welche Erfahrungen erwarten mich?

Da jeder andere Erfahrungen macht, kann ich Dir hier nichts versprechen oder Dir ganz klar ausmalen, was Dir auf Deiner spirituellen Reise widerfahren kann. Um Dich dennoch ein Wenig an diese Erfahrungswert heranzuführen, teile ich eins meiner ganz persönlichen Erlebnisse mit Dir.

2018 war ich auf einem Seminar, bei dem es fünf Tage lang nur um Meditation ging. Am dritten Tag haben wir eine Tiefenmeditation gemacht. Das war für mich eine vollkommen neue Erfahrung.

Wir haben tief in uns hineingeführt, uns vom Gefühl mit der Erde verbunden und die Energie aus dem Boden auf uns wirken lassen. Dabei habe ich auf einmal gemerkt, wie mein gesamter Körper begonnen hat zu brennen und zu kribbeln.

Das Gefühl ist schwer zu beschreiben. Ich hab mich stark und tief mit der Erde verbunden gefühlt. Auch alle anderen um mich herum haben das wahrgenommen. Das war für mich eine Erfahrung, die mir gezeigt hat: Da ist mehr, als ich mit meinen fünf Sinnen im Alltag wahrnehme. Seitdem ich diese Erfahrung gemacht habe, bin ich viel ruhiger geworden und gehe auch mit mehr innrer Ruhe durch den Alltag.

Wie kann ich lernen zu meditieren?

Schon zu Beginn meiner Reise habe ich gemerkt, wie gut mir Meditation tut. Doch auch das war eine Lernerfahrung, die klein anfing. Die Anleitung ist im Wesentlichen sehr einfach: Setz Dich an einen ruhigen Ort, schließ Deine Augen und konzentrier Dich ganz auf Deinen Atem.

Was auf Anhieb einfach klingt, hat mir Einiges an Übung abverlangt. Anfangs konnte ich keine fünf Minuten ruhig sitzen bleiben. Meine Gedanken schweiften ab, ich hatte Rückenschmerzen und verkrampfte. Doch mit jedem Mal ging es besser und ich konnte die Sessions verlängern.

Heute meditiere ich täglich jeden Morgen bis zu 30 Minuten am Stück. Ich stehe spätestens um 6 Uhr auf und mache meine Mediation. Lasse ich sie einmal aus, fehlt mir sofort etwas. Oft freue ich mich schon abends beim Schlafengehen darauf, mich am nächsten Morgen wieder in einen Zustand der Ruhe und der Verbundenheit zu begeben.

Durch die Meditation bin ich den ganzen Tag in Balance und habe viel mehr Energie, Wachheit und Klarheit für andere Menschen. Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch hier: Je mehr Du bei Dir selbst bist, desto mehr kannst Du auch für andere da sein. Seitdem ich meine Achtsamkeit trainiere, kann ich auch in anderen Menschen viel mehr wahrnehmen und habe ein völlig anderes Spektrum an Dingen, die ich tun und geben kann.

Das nimmt mir komplett den Stress. Auf Menschen aus einem Umfeld wirke ich ruhig und gelassen, doch gleichzeitig auch klar und fokussiert. Ich finde Glück und Erfüllung in mir selbst.

Ich möchte beginnen, doch wo soll ich anfangen?

Bücher können Dir den Start erleichtern und Dir helfen, ein erstes Gefühl für die Sache zu bekommen. Vor vielen Jahren nahm ich die ersten Bücher aus dem Buddhismus in die Hände. Meine Recherchen rund um Persönlichkeitsentwicklung hatten mich hierher geführt, denn es gibt viele Parallelen zum Buddhismus.

Auf ähnlichem Weg entdeckte ich auch das Gesetz der Resonanz und die Theorien über die Wirkungsweise des Universums. Heute schreibe ich darüber, als wäre es das Normalste überhaupt. Doch auch diese Reise begann mit ein paar ersten Schritten.

Ich habe vor einigen Jahren mal das Buch Master Key System in den Händen gehabt, ein Vorreiter von The Secret. Dieses Buch hat mir einen ersten Einstieg in die Welt der Mediation ermöglicht.

Auch Seminare geben Dir einen praktischen und erlebbaren Einblick. 2018 Jahr hab ich erste Seminare zur Spiritualität besucht. Dabei ging es um Themen wie: Was bedeutet Liebe eigentlich? Wie drückt sich Liebe im Universum aus? Wie können wir Einfluss darauf nehmen, wie wir auf andere wirken? Wenn Du also eher der praktische Typ bist und die Dinge gleich ausprobieren willst, kann ein Seminar für Dich genau richtig sein.

Alternativ findest Du im Internet auch eine Vielzahl von Apps, die Dir Dich mit geführten Meditationen bei Deinen ersten Schritten begleiten. Zudem können sie ein hilfreiches Tool sein, eine feste Meditations-Routine in Deinen Alltag zu kriegen. Anfangs reichen schon 10 Minuten Deiner Zeit, um einen spürbaren Unterschied in Deine Innenwelt zu bringen.

Lass uns in den Austausch gehen

Diesen Beitrag gestalte ich bewusst als Auftakt, um mit Dir in den Austausch zu kommen. Spiritualität ist ein sehr subjektives Thema. Daher bin ich überzeugt: Wo viele Menschen unterschiedliche, bereichernde Erfahrungen machen, da muss der Austausch besonders inspirierend und wertvoll sein.

Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dieses Thema mit Dir zu teilen. Ich würde mich freuen, wenn ich den ein oder anderen neugierig machen konnte. Ganz nach dem Motto: Manchmal merken wir erst, was uns gefehlt hat, wenn wir es gefunden haben.

Ich freue mich, Dich auf Deinem Weg zu begleiten und mich mit Dir auszutauschen. Was sind Deine Erfahrungen? Wie erlebst Du das Thema? Schreib mir gerne dazu einen Kommentar. Ich freue mich auf Dich!

Sabotage!

Ich hatte einen Plan. Meine Deadline stand. Ich wusste genau, was ich als Nächstes zu tun hatte.

Wochenlang war die Vision für mein neues Herzensprojekt in Gedanken gereift. Ich spürte diese Energie und Vorfreude, dass ich an einer Idee mit riesigem Potenzial dran war. Sie würde alles bringen: Geld, Ruhm und sogar persönliche Entfaltung.

Voller Stolz und mit einer geheimnisvollen Note in meiner Stimme erzählte ich meinen Freunden von der großen Idee. Sie überschütteten mich mit Anerkennung. Das gab mir Kraft für große Herausforderung, die nun vor mir lag.

Sechs Wochen später fragte mich ein Freund: „Christian, wie sieht es denn eigentlich mit Deinem Projekt aus?“.

Meine Wangen wurden rot, meine Stimme stockte: „Ach … Du … Ich konnte das noch nicht umsetzen. Ich hätte das ja längst schon gestartet, doch meine Freundin hatte eine Woche Grippe. Außerdem bin ich noch nicht gut genug. Ich muss erst noch ein paar Dinge recherchieren und verbessern. “

Innerlich blickte ich auf mein Projekt und mir wurde plötzlich klar: Die Zeit war verstrichen. NICHTS war passiert. Jemand hatte mich sabotiert. Doch wer?

Integrität – der Booster für Deine Persönlichkeit

Bestimmt hast Du erkannt, wer in meiner Story der Saboteur war: ich selbst.

Wir kennen sie alle, diese Situationen: Auf die erste Idee folgt eine große Vision. Wir planen, malen uns alle Details aus und erzählen jedem davon, was wir Großes vorhaben. Denn mit der Idee kommt ein Hochgefühl, das uns so richtig Power und Drive gibt.

Doch viel zu oft packt uns danach der Alltag. Mit jedem Tag, an dem wir nicht die gewünschten Resultate erzielen, verlieren wir einen Teil unserer Willenskraft, bis unsere Träume und Ziele unter einer großen Staubschicht begraben liegen.

Das tut weh. Denn mit unseren Zielen verlieren wir oft auch unsere Leidenschaft, die Power, die uns von innen antreibt.

Das geht mir ans Herz! Denn als Trainer und Coach erlebe ich immer wieder Menschen mit gewaltigem Potenzial, die genau an dieser Stelle straucheln.

Doch es gibt ein Wundermittel: Integrität.

Seitdem ich vor vielen Jahren erkannt habe, welche Power Integrität entfaltet, steht sie in meinem Leben an erster Stelle. Sie ist ein Zaubertrank. Ja, so etwas wie ein legales Doping für Deine Persönlichkeit!

Vor vielen Jahren habe ich die Entscheidung getroffen: Ich will integer gegenüber mir selbst und anderen Menschen sein. Seitdem geht mir alles leichter von der Hand – bei der Arbeit, im Team und selbst privat.

Im Kern geht es um die Frage: Lässt Du Deinen Worten Taten folgen? Mit drei Schlüssel- Eigenschaften bringst Du mehr Integrität in Dein Leben. Ich verspreche Dir, Du bekommst nicht nur selbst einen Boost, Du wirst auch zur Inspiration für andere!

Bist Du bereit? Dann lass uns eintauchen.

1. Integrität? Lebe nach Deinen Werten

Jeder Mensch hat Werte. Vielleicht bist Du Dir dessen nicht bewusst, denn sie bilden sich meist leise im Hintergrund unseres Lebens. Doch ich versichere Dir: Sie sind da, tief in Dir verankert.

Die meisten Werte lernen wir über unsere Erziehung, durch unsere Erfahrungen und die Kultur, in der wir leben. Nimm Deutschland als Beispiel: Pünktlichkeit versucht man uns schon als Kind einzuimpfen.

So entsteht schon früh in Deinem Leben ein einzigartiges Wertesystem, das so einzigartig ist wie Du selbst.

Diese Werte formen Deine Identität. Sie leiten Dich durch Dein Leben. Doch sie können auch zum Problem werden. Nämlich dann, wenn Du gegen Deine Werte handelst.

Das kann zum Beispiel passieren, wenn Du für ein Unternehmen arbeitest, das andere Werte hast als Du. Nehmen wir an, Harmonie ist Dir wichtig. Dann wirst Du in einem Unternehmen nicht glücklich werden, das Ellebogenmentalität fördert.

Manche verweilen dann trotzdem in dem Job. Auf Dauer zehrt das an ihnen. Wenn Du also merkst, es passt nicht, dann bring Integrität in Dein Leben und hab den Mut, etwas zu verändern.

Als Selbständiger hast Du es da leichter. Ich empfehle Dir, schon beim ersten Kontakt mit einem neuen Kunden nachzufühlen, ob ihr mit Blick auf Eure Werte zusammenpasst. Oft gibt Dir Dein Bauchgefühl ein klares Signal!

Ähnlich wie in der Arbeit ist das auch in der Beziehung. Hast Du Angst, Deine Beziehung aufs Spiel zu setzen? Passt Du Dein Verhalten lieber den Wünschen und Vorstellungen Deines Partners oder Deiner Partnerin an, damit die Beziehung nicht in die Brüche geht? Dann kann diese Situation langfristig für Dich immer unerträglicher werden.

Du merkst, wenn Du Deine Werte aufgrund äußerer Einflüsse anpasst, hintergehst Du Dich selbst. Du verbiegst Dich und irgendwann fühlt sich auch Dein Leben krumm und schief an. Dann ist es nicht mehr Deins, sondern Du fühlst Dich fremdbestimmt.

Was kannst Du also tun, um Deine Integrität nicht zu verlieren? Folge Deinen eigenen Werten! Mach Dir an erster Stelle bewusst, was für Dich wichtig ist und wofür Du stehst. Engagiere Dich dort, wo die Menschen Deine Werte teilen. Dann wirst Du auch als Mensch aufblühen.

2. Die Wahrheit führt Dich zur Integrität

Laut Statistik tun wir es rund 200 Mal am Tag – wir lügen! Erschreckt Dich das? Dann ist Ehrlichkeit wohl ein wichtiger Wert für Dich. Oft verbinden wir mit dem Lügen ein Schuldgefühl, denn wir lernen schon als Kind: Du sollst nicht lügen! Doch nicht alle Lügen sind gleich. Ich unterscheide hier drei Arten:

Die erste Art Lüge ist die harmlose. Nicht hinter jeder Wahrheitsverdrehung steckt auch gleich eine böse Absicht. Manchmal lügen wir, um andere nicht zu verletzen oder um einen Konflikt zu vermeiden. Schonungslos die Wahrheit sagen, führt nicht immer ans Ziel. Stell Dir vor, Du würdest jedem, der Dich fragt, wie es Dir geht, eine tiefe und ehrliche Antwort geben.

Die zweite Art Lüge ist die, bei der wir etwas bewusst nicht sagen. Das kann eine Wahrheit sein, vor der wir – bewusst oder unbewusst – die Augen verschließen. Solche Lügen haben wirklich kurze Beine. Früher oder später holt uns unsere Realität ein. Mit jedem Wegsehen verstärken wir den Schmerz, der uns erwartet, wenn uns die Wahrheit einholt.

Die dritte Art Lüge hat die verheerendste Wirkung: die bewusste Lüge. Die ziehen wir dann aus dem Hut, wenn wir vor etwas Angst haben, eine Herausforderung scheuen oder schlicht für einen Moment jemand anders sein wollen. Erinnere Dich an ein Bewerbungsgespräch oder an ein erstes Date. Hast Du da immer die reine Wahrheit gesagt und Dich so gezeigt, wie Du wirklich bist? Manchmal stellen wir uns anders dar, um dazuzugehören und anderen zu gefallen.

Doch was passiert, wenn Du bewusst Märchen erzählst? Wenn Du schon mal versucht hast, eine Lügengeschichte aufrecht zu erhalten, dann weißt Du, wie schwer das sein kann. Die kleinen Lügen addieren sich und schaffen nach draußen ein Bild, das nicht Dir entspricht.

Weil Du Dein Gesicht wahren willst, achtest Du nun darauf, dass dieses künstliche Bild die ganze Zeit über kohärent bleibt. Das kostet Dich unglaublich viel Kraft und Anstrengung.

Wie nennen wir so ein künstliches Bild, das wir uns vorhalten? Genau, eine Maske. Lügen erschaffen Masken. Und so eine Maske hat zwei Seiten: Einerseits zeigt sie etwas nach außen, was nicht ist. Andererseits versteckt sie auch etwas, das da ist. Das kann eine negative Seite sein wie Angst oder eine Schwäche. Eine Maske kann jedoch auch etwas Positives verdecken wie Deine einzigartige Persönlichkeit.

Manche Masken haben sich eingeschlichen. Sie zeigen eine Welt, die wir uns nicht gewünscht haben. Doch wir spüren kaum mehr, dass wir sie tragen.

Mit jeder Lüge verlieren wir Integrität und damit auch unsere innere Power, Willensstärke und das Vertrauen in uns selbst. Erst wenn wir uns davon befreien, fühlen wir auf einen Schlag unser wahres Selbst. Daher rate ich Dir, Lass Deine Masken fallen und entlarve Deine Lügen, noch bevor Du sie aussprichst.

Dazu lade ich Dich zu folgendem Versuch ein: Achte einen Tag bewusst auf jedes Deiner Worte und lass keine Lüge zu. Ich verspreche Dir, Du wirst langfristig glücklicher werden, wenn Du hier und da auf die Zähne beißt, Dich durchkämpfst, statt immer wieder zu schnellen und einfachen Lüge zu greifen.

3. Halte Dein Wort und Deine Integrität wächst

Stehst Du zu Deinen Entscheidungen und zu dem, was Du sagst? Für mich ist das der Game-Changer schlechthin in der gesamten persönlichen Weiterentwicklung.

Wenn Du Dir ein Ziel setzt, dann stehe auch dazu.

Komm nicht jede Woche mit etwas Neuem, sondern packe die eine Sache an, die Du Dir vorgenommen hast. Lass Deine Worte für Dich zum Gesetz werden.

Klingt eigentlich einfach, oder? Eigentlich! Doch Du hast einen flinken Gegner, der ständig versucht, Dich vom Kurs abzubringen: die Ausrede.

Nimm mein Beispiel von oben: „Ich bin noch nicht gut genug“. In meinen Coachings höre ich diesen Satz immer wieder. In 90 Prozent der Fälle ist er jedoch nur eine Ausrede, um eine unangenehme Situation zu vermeiden.

Die meisten wissen genau, was sie zu tun haben und wie sie es erreichen. Sie scheuen jedoch den ersten Schritt. Denn bei großen Zielen führt der direkt aus der Komfortzone heraus. Das sind unangenehme Momente, in denen wir jedoch am meisten wachsen.

Eine Ausrede lässt Dich da verharren, wo es bequem ist. Doch Du wächst nicht. Das merken auch die Menschen um Dich herum.

Wenn Du anderen Menschen Dein Wort gibst und mehrmals in Folge eine Ausrede findest, was passiert dann?

Dein Umfeld baut weniger auf Dich und wendet sich vielleicht sogar von Dir ab. So eine Enttäuschung tut weh. Doch noch verheerender sind die Folgen, wenn Du Dich selbst hintergehst.

Dein Unterbewusstsein ist wie ein kleines Kind. Es saugt alles auf, was um Dich herum passiert. Wenn es immer wieder mitbekommt, dass Deine Entscheidung sowieso keine Tragweite haben, läufst Du große Gefahr, dass Du Dich bald selbst nicht mehr ernst nimmst.

Dann sabotierst Du Dich selbst.

Du glaubst immer weniger an Deine Träume und Ideen. Erst war das Ziel noch groß, dann machst Du immer mehr Zugeständnisse und schließlich erkennst Du Deine Idee nicht mehr wieder.

Mit jeder Ausrede geben wir ein Stück unserer Identität oder Idee auf. Ohne es zu merken, ist Dein Resultat plötzlich ein anderes Du steckst voll in der Mittelmäßigkeit.

Mit Deinen Ideen schrumpft dann auch Dein Selbstbewusstsein.

Achte also darauf, wie Du mit Dir selbst sprichst.

Noch ein Tipp zur Umsetzung: Fang klein an. Wenn Du zum Beispiel Deinen Traumkörper aufbauen willst, dann nimm Dir vor, heute eine Stunde Sport zu machen und überprüfe am Abend, ob Du es gemacht hast.

Am Anfang geht es nicht darum, anderen etwas zu beweisen. In erster Linie geht es darum, ob Du Dir selbst glaubst. Nur dann kannst Du auch Deine ganze Power in den Dienst einer größeren Sache stellen.

Jedes Mal, wenn Du Dein Wort hältst, steigt Dein Selbstbewusstsein und Du wirst von ganz alleine besser darin, Deine Integrität zu pflegen.

Fazit

Integrität bedeutet, dass Du zu Deinem Wort stehst und auch dann standfest bleibst, wenn Wiederstände von innen und außen auf Dich einprasseln.

Doch Du wirst belohnt. Mit Selbstvertrauen und mit dem Vertrauen der anderen. Nichts beeindruckt und inspiriert mehr als jemand, der zu seinem Wort steht und Resultate schafft.

Du bist bereit loszulegen? Dann geh den ersten Schritt!

Fang bei Dir selber an! In dem Moment, wo Du Dir selbst gegenüber integer bist, wirst Du von alleine auch anderen gegenüber integer sein.

Integrität macht unser aller Leben so viel leichter. Wir würden unsere Ziele schneller erreichen, es gäbe weniger Neid und Missgunst. Es hätte so viele Auswirkungen auf unser Leben!

Darum lade ich Dich ein: Werde Integritäts-Botschafter. Teile diesen Beitrag, erzähl mir von Deinen Erfahrungen und trage diese Botschaft weiter. Sie ist ein Geschenk!

Liest Du diesen Artikel gerade auf Deinem Smartphone? Auf einem Tablet? Oder auf dem Laptop? Klasse! Dann steh jetzt bitte auf und setz Dich um.

Und los! Such Dir einen neuen Platz, bevor Du weiterliest. Ich warte solange hier.

Hast Du Dich umgesetzt? Fantastisch!

Wie war das für Dich? Sind Dir dabei Fragen durch den Kopf geschossen wie: Meint der das ernst? Wohin soll ich mich denn setzen? Mach ich das jetzt echt, oder lese ich einfach weiter?

Mir ist es ähnlich ergangen, als ich diese Übung zum ersten Mal bei meinem guten Freund Denys Scharnweber gemacht habe.

Wir waren auf einem Seminar und hatten uns nach der Pause gerade wieder auf unsere Plätze gesetzt, als das Kommando kam: umsetzen!

Das klingt auf Anhieb ziemlich einfach, oder? Den Platz wechseln, das kann doch wohl wirklich jeder. Das dachte ich mir, doch dann wurde ich zeuge der vielfältigen Reaktionen auf diese doch scheinbar so einfach Übung.

Während manche direkt aufsprangen, alles stehen und liegen ließen und einmal quer durch den Raum rannten, suchten andere erst in Ruhe ihre Sachen zusammen, die sie rund um ihre Plätze gelagert hatten.

Vielen Teilnehmern konnte ich ansehen, welche Fragen ihnen gerade durch den Kopf gingen: Wo soll ich hin? Wie weit muss ich denn von meinem jetzigen Platz weg? Wo ist noch was frei? Wie komme ich am schnellsten dort hinüber?

Du merkst bestimmt: Umsetzen ist nicht immer ganz so simpel, wie es sich auf Anhieb anhört. Jeder reagiert in einem solchen Moment anders. Welche Gedanken sind Dir eben durch den Kopf gegangen, als Du die ersten Zeilen gelesen hast?

Du ahnst bestimmt, weshalb ich dieses Intro gewählt habe: Was hier in erster Linie darum geht, sich auf an einen anderen Platz umzusetzen, lässt sich ganz wunderbar auf die Umsetzung von Ideen, Aufgaben oder großen Visionen übertragen.

Jeder reagiert anders und hat seine eigene Herangehensweise – ob bewusst oder unbewusst
– wenn es um die Umsetzung geht.

Doch wieso gelingt es manchen Menschen leichter als anderen, Tempo aufzubauen und schnell Resultate zu schaffen?

Im Folgenden gebe ich Dir Einblicke in fünf Schlüssel, wie Du ab sofort noch mehr Power in Deine Umsetzung bringst.

1. Der richtige Zustand für Deine Umsetzung

Kennst Du diese Situation: Du stehst vor einer großen Herausforderung, bereitest Dich darauf vor und malst Dir tagelang aus, wie dieser Moment für Dich verlaufen wird?

Du hast Bilder im Kopf und gehst sogar einige Schreckens-Szenarien durch, was alles passieren könnte. Doch als es dann soweit ist, merkst Du: Alles nur halb so wild!

Oft haben wir in unserem Kopf eine Vorstellung, wie etwas sein wird. Doch wenn wir eine Situation noch nicht erlebt haben, dann steht diese Vorstellung auf sehr wackligen Füßen.

Nehmen wir ein Schwimmbecken als Beispiel. Du trittst an einem Sommertag an den Beckenrand und tauchst Deinen großen Zeh ins Wasser. Sofort geht ein Schauder durch Deinen Körper und Du folgerst: Brrrr, das ist viel zu kalt zum Schwimmen!

In diesem Zustand wirst Du Dich kaum trauen, ins Becken zu steigen. In Deiner Vorstellung siehst Du nur dieses Bild, wie Du im Wasser sitzt und genau so frierst, wie Dein Zeh vorhin.

Erkennst Du, wie sich langsam eine Bewertung der Situation bildet? Und all das auf Basis von einigen wenigen Indizien. Wie sich der Sprung ins Wasser wirklich anfühlt und wie es danach weitergeht, das blendest Du fast ganz aus.

Macht es Dir dieses Bild in Deinem Kopf nun leichter oder schwerer, schließlich doch ins Wasser zu springen? Das ist die Schlüsselfrage, um in den richtigen Zustand zu kommen.

Die Bilder, die Du Dir vom Ausgang einer Situation im Kopf machst, haben einen gewaltigen Einfluss darauf, wie Du die Situation erlebst.

Sagen wir, Du möchtest eine Idee umsetzen, von der Du schon lange träumst. Du kennst Dein Thema in- und auswendig. Da sind mögliche Gefahren und Fallstricke auf der einen Seite und riesige Chancen und Potentiale auf der anderen.

Konzentrierst Du Dich auf die Schwierigkeiten, was wirst Du dann bei Deiner Umsetzung als erstes erkennen? Gewiss nicht all die kleinen Dinge, die richtig gut laufen, stimmt’s?

Jetzt hast Du zwei Möglichkeiten: Du kannst Dich in einen Zustand bringen, in dem Du viel Energie hast. Du spürst all deine Stärke, Deine Ressourcen und gehst damit in die Situation.

Oder Du kannst Dich in Deiner inneren Stärke üben, Deine Erwartungen beiseite schieben, einfach performen und von ganz alleine in den Zustand kommen.

Im letzteren Fall springst Du also ins kalte Wasser und merkst dann: Ach, das ist ja gar nicht so schlimm! Erstmal mit dem ganzen Körper drin sein, ist ein anders Gefühl. Und wenn ich mich nur schnell genug bewege, dann wird mir sogar warm!

Vielleicht spürst Du gerade, wie ein kleines Lächeln in Dir aufsteigt, denn wer kennt diese Situation nicht?

Genau so ist es übrigens mit einer kalten Dusche. Ja, am Anfang verlangt das ganz schön viel Überwindung, doch später wird es leichter. Mit jedem Mal, wo Du es tust, lernst Du, dass Du den Moment durchstehst. Dein Kopfkino wird leiser und es geht von ganz alleine.

Erst nachdem Du ins kalte Wasser gesprungen bist, kannst Du wirklich sagen, wie es ist.

Bring Dich in einen Zustand der Offenheit und Neugier. Damit gibst Du Dir selbst die Chance, die Situation auf Dich wirken zu lassen und sie kennenzulernen, bevor Du Dir ein Urteil bildest.

2. Commitment zur Umsetzung – Erzähle anderen von Deiner Entscheidung

Hast Du Menschen um Dich herum, die Dich bei Deiner Reise begleiten? Menschen, die Dich aufbauen und stützen, mit denen Du Dich austauschen kannst, wenn Du mal nicht weiterweißt?

Ich habe genau diese Menschen in meiner Crew und in meinem nächsten Umfeld. Sie begleiten mich jeden Tag und unterstützen mich dabei, meiner Vision Flügel zu verleihen.

Im Team haben wir immer wieder spannende Gespräche. Wenn ich eine neue Idee habe oder eine Entscheidung getroffen habe, dann erzähle ich hier als erstes davon.

Das hat zwei große Vorteile: Zum einen gibt mir meine Crew wertvolles Feedback und bereichert meine Sicht der Dinge durch weitere Aspekte, die ich nicht auf dem Schirm hatte. Zum anderen gehe ich ein starkes Commitment ein, indem ich meine Entscheidung raus aus meinen Gedanken rein in die Welt bringe. Erst jetzt wird meine Entscheidung von einem Gedanken in meinem Kopf zum Commitment gegenüber anderen Menschen.

Kommen Dir diese Gedankengänge bekannt vor? Dann hast Du meinen Artikel rund um das Thema Integrität ausgezeichnet verinnerlicht. Denn darum geht’s: Wenn eine Entscheidung nur in Deinem Kopf steckt, dann bist nur Du alleine dafür zuständig, dass Du sie auch aufrecht erhältst.

Kleine Ausreden oder Schwierigkeiten bringen Dich schnell vom Kurs ab und können dazu führen, dass Du Deine Entscheidung  hinterfragst, weichspülst oder aufschiebst. Außer Dir bekommt das keiner mit, denn die Gedanken sind noch in Deinem Kopf versteckt.

Sprichst Du jedoch offen mit anderen darüber, verleihst Du Deiner Entscheidung Nachdruck. Jetzt kann Dich Dein Umfeld in schwierigen Momenten stützen und Dich stets an Deine Ziele erinnern. Optimalerweise glauben sie an Dich, sodass Du noch eine Extra-Motivation hast, zu Deinem Wort zu stehen.

Commitment bringt also Deine Integrität mit ins Spiel – ein starker Verbündeter! Wenn Du Integrität lebst, baust Du Dir die Sicherheit auf, dass Du Deiner eigenen Entscheidung treu bleibst.

3. Geh in die Umsetzung, bevor Du bereit bist

Die Tatsache, dass Du gerade diese Zeilen liest, zeigt mir, dass Du jemand bist, der sich neue Impulse holt und ständig dazulernen möchte.

Das ist eine wichtige Voraussetzung, um in unseren Zeiten erfolgreich zu werden. Denn schauen wir uns die Welt heute an: Eine große Idee jagt die andere, Innovation und Veränderung sind fester Bestandteil unseres Alltags.

Um in diesem Umfeld zu bestehen, versteht es sich von selbst, dass auch wir uns mit der Zeit ständig weiterentwickeln.

Mit dieser Weiterentwicklung geht jedoch einher, dass wir immer wieder in herausfordernde Situationen geraten, die Neues von uns abverlangen.

Diese Entwicklung begleitet mich bereits seit Jahren und nach wie vor begegne ich neuen Herausforderungen. Lass mich ein Beispiel mit Dir teilen, das das ganz gut erläutert.

Dieses Jahr stand für mich die Moderation eines riesigen Events auf der Agenda. Ich hab in der Vergangenheit gewiss viel Bühnenerfahrung gesammelt, doch Moderation ist nochmal eine Sache für sich. Ich habe viel Respekt vor dieser Aufgabe.

Entsprechend gingen mir damals zahlreiche Gedanken durch den Kopf, als ich das Angebot dazu bekam. Das war eine neue Herausforderung, und ich hab mich gefragt, ob ich dazu schon bereit bin.

Sollte ich die Sache aufschieben? Erst in die Theorie eintauchen und genau lernen, wie Moderation funktioniert? Vielleicht sollte ich vorher noch ein Stimmtraining machen, um möglichst die beste Performance abzuliefern?

Erst, wenn ich all das auch wirklich draufhabe, nehme ich die Challenge an. Das hab ich mir damals gedacht.

Ich wusste, diese Gedanken entstanden alle aus dem Bedürfnis, ein gutes Bild zu hinterlassen und den Veranstaltern zu einem erstklassigen Event zu verhelfen.

Eine gute Vorbereitung ist wichtig und ein Zeichen des Respekts gegenüber allen, die mit Dir arbeiten und auf Dich bauen. Doch da ist eine zentrale Frage, die Du Dir stellen darfst: Wann bereitest Du Dich wirklich vor und ab wann beginnst Du, Ausreden zu suchen, um nicht ins kalte Wasser zu springen?

Für mich brach das Eis, als mir klar wurde: Christian, Du stehst seit Jahren auf der Bühne und jetzt fängst Du an, über ein Stimmtraining nachzudenken?

In dem Moment erkannte ich, dass ich nie komplett bereit sein werde. Doch ich fühlte die notwendigen Ressourcen in mir, um den Schritt ins kalte Wasser zu wagen. Und genau mit dieser Einstellung entstehen magische Momente.

Irgendwann reicht es mit der Theorie, dann gehört auch die Praxis dazu. Die Praxis kannst Du nicht aus Büchern oder Kursen lernen. Die darfst Du selbst erleben.

Viele, die eine Challenge annehmen, wenn sie noch nicht bereit sind, laufen im entscheidenden Moment zu Höchstleistungen an. Sie entdecken plötzlich neue Seiten an sich selbst und kommen voll in ihren Flow. Für diese Entwicklung gibt es ein tolles Wort: wachsen.

Du wächst über Dich hinaus und nimmst einen riesigen Lernerfolg mit. Nimm Dir selbst die Chance, es Dir in Deiner Komfortzone gemütlich zu machen. Steckst Du einmal darin fest, wird es nicht leichter, den Weg nach draußen zu finden. Bereite Dich vor und dann handle, bevor Du das Gefühl hast, dass Du bereit bist. Dann hast Du den größten Lernerfolg und wirst darüber hinaus auch noch einiges an Selbstsicherheit und Selbstvertrauen gewinnen.

4. Perfektionismus – Freund oder Feind der Umsetzung?

Wenn Du mich schon eine Zeitlang begleitest, dann weißt Du, dass ich keine halben Sachen mache und immer mit einhundert Prozent an die Dinge herangehe.

Für mich ist das zu meiner Lebenseinstellung geworden, die sich selbst in den kleinen Dingen des Alltags wiederfindet. So zum Beispiel beim Sport.

Mein Workout ist wesentlicher Bestandteil meines Tagesablaufs, und ich gebe auch hier möglichst immer einhundert Prozent.

Doch manchmal sind die Tage so voller Termine, dass es schwierig ist, mich für zwei Stunden auszuklinken und zum Sport zu gehen. Wenn ich in diesen Fällen meinem Perfektionismus nachgebe, dann verzichte ich lieber ganz auf den Sport, weil ich nicht mein ambitioniertes Programm durchziehen kann.

Die Konsequenz: Ich trainiere an diesem Tag gar nicht. Damit mache ich es mir leicht, denn mein Training ganz aufzugeben ist ein so viel leichterer Weg als kreativ zu werden und mir etwas einfallen zu lassen, wie ich trotz der Umstände noch ein Training hinkriege.

Perfektionismus bringt mich hier also nicht weiter. An den Tagen, wo die Zeit so richtig knapp ist, habe ich mir deswegen angewöhnt, das Beste aus der Zeit rauszuholen, die mir zur Verfügung steht.

Ich trainiere also lieber einmal nur dreißig Minuten lang, statt ganz auf mein Workout zu verzichten. Und ganz ehrlich: Oft sind diese Trainingseinheiten genauso wunderbar wie die längeren Sessions.

Besonders wenn ich viel sitze oder lange Gespräche führe, ist die Wirkung und der Effekt meines Trainings so viel stärker.

Seitdem rate ich jedem: Wenn Du ein Workout machen willst, dann mach es lieber kurz als gar nicht.

Verzettele Dich nicht in Details. Denk an das Pareto-Prinzip: Achtzig Prozent Deiner Ergebnisse erzielst Du mit zwanzig Prozent Deines Aufwands.

Ob ich also zwei Stunden trainiere oder nur eine halbe, den wichtigsten Effekt habe ich für mich erreicht: Ich habe meinen Körper aktiviert und mich selbst in einen frischen Zustand gebracht.

Perfektionismus lähmt uns dann, wenn wir uns selbst nicht vor Augen führen, welches Ergebnis wir wirklich erreichen wollen.

Mir ist nach dem kurzen Workout klar geworden: Hey, ich möchte zwar langfristig an meinem Körper arbeiten, und dafür sind längere Sessions gut und notwendig. Doch ich möchte auch im Alltag meinen Körper aktivieren und ihm zwischendurch etwas Gutes tun. Das geht auch in wesentlich weniger Zeit.

Wenn Dich also perfektionistische Gedanken quälen, dann frag Dich: Wo will ich überhaupt hin? Wie sieht mein Ergebnis aus, wenn ich es erreicht habe? Wenn Du das klar vor Augen hast, wirst Du automatisch erkennen, wann Du genug getan hast.

5. Das Worst-Case-Szenario

Du möchtest starten, doch Deine Ängste lähmen Dich? Du spielst immer wieder in Gedanken durch, was alles schiefgehen kann? Klasse! Tauch da bitte jetzt richtig ein und stell Dir die Frage: Was ist das Schlimmste, was mir passieren kann?

Mal Dir das Bild so richtig groß aus, wie die Situation für Dich aussehen kann und welche Konsequenzen sie haben kann.

Du bist soweit? Super! Dann überleg Dir im nächsten Schritt, was Du in der Situation machen würdest, um wieder auf die Beine zu kommen.

Dieser Gedankengang ist eine wahre Wohltat, wenn Dich Dein Kopfkino quält und Deine innere Stimme an Deinem Selbstvertrauen nagt.

Kennst Du diese Dynamik, die solche Gedanken aufbauen können? Ein erster kleiner Zweifel führt Dich innerhalb kürzester Zeit in eine Negativ-Spirale. Bis Du am Ende in einem Gefühlschaos landest, das Dich so sehr lähmt, dass gar nicht mehr möglich scheint.

Wenn Du Dir jetzt ausmalst, was im schlimmsten Fall passieren kann, nimmst Du diesen Gedanken die Eigendynamik und gewinnst Kontrolle zurück über Deinen inneren Dialog.

Die gedankliche Reise ist gewiss nicht angenehm, doch sie ist um so vieles fruchtbarer als der automatische Quälgeist, der Dich ständig aus dem Hintergrund belästigt.

Wenn Du aktiv in diese Gedanken gehst, nimmst Du Dein Ressourcen mit. Du denkst konstruktiv und merkst: „Ja, so eine Wendung der Ereignisse wäre nicht schön, doch ich bin ein kreativer und mutiger Mensch. Wenn A eintrifft, dann mache ich B. Und wenn B nicht funktioniert, dann suche ich mir Hilfe bei C. Ich werde meinen Weg schon finden, denn ich hab auch schon schwierigere Situationen gemeistert.“

Indem Du Dir ausmalst, was im schlimmsten Fall geschehen kann, konfrontierst Du Deine innere Stimme direkt, nimmst ihr den Wind aus den Segeln und schaffst Dir den notwendigen Zustand, um wieder ganz in Deinen Fokus zu kommen und Dich darauf zu konzentrieren, in Deiner Umsetzung gar nicht erst an diesen Punkt zu kommen.

Fazit

Ob Du Dich von einem Platz auf einen anderen setzt oder eine große Idee realisieren willst – in der Umsetzung möchtest Du von einem Punkt an einen anderen gelangen.

Die Reise zwischen diesen Punkten kann es in sich haben. Vielleicht fallen von außen Steine auf Deinen Weg, die Dich zwingen, Dich neu zu orientieren. Manchmal steckt der einzige Widerstand zwischen Dir und Deinem Ziel jedoch auch in Dir selbst.

Die fünf Schlüssel aus diesem Beitrag helfen Dir dabei, Klarheit zu gewinnen, wo bei Dir der Schuh drückt.

Darum lade ich Dich ein, Dich selbst erst einmal in der Umsetzung neutral zu beobachten und einen Impuls nach dem anderen anzugehen. Nimm Dir genau das mit, was Dir mit Blick auf Dein Ziel gerade den größten Boost gibt.

Erzähl mir gerne in den Kommentaren, was Du beim Umsetzen erlebt hast und wie es Dich bewegt. Ich freue mich, von Deinen Erfahrungen und Erfolgen zu hören.