Bist Du gerade draußen? Oder hat Dein Raum ein Fenster, durch das Du in den Himmel schauen kannst? Egal ob Tag oder Nacht, ein klarer Himmel hat eine besondere Magie. Wenn es dunkel ist, sehen wir die Sterne leuchten. Tagsüber hat das strahlende Blau eine beruhigende Wirkung auf uns.

Nehmen uns Wolken jedoch die Sicht in den klaren Himmel, trübt das schnell auch unsere Stimmung. Wir fühlen uns bedrückt oder sogar antriebslos. Als Flugbegleiter bei der Lufthansa kenne ich diese Tage auch. Oft hat sich die Stimmung jedoch auf einen Schlag verbessert. Drückte der düstere, graue Himmel eben noch auf mein Gemüt, fühlte ich wenige Minuten später Freude in mir aufsteigen. Wir waren über den Wolken. Hier schien die Sonne. Hier war alles klar.

Diese kleine Metapher hat mir klargemacht: Auch wenn uns manchmal die freie Sicht fehlt, so scheint hinter den Hindernissen immer die Sonne. Dort wartet absolute Klarheit. Wir müssen nur den Weg zu ihr finden. Klarheit ist für mich ein besonderes Thema, das eng mit innerer und äußerer Stärke verbunden ist. Daher kommt auch mein Leitgedanke „Clarity is Power“. Heute zeige ich Dir die 5 Schritte, mit denen Du Klarheit für Dich und Dein Leben findest.

Große Abenteuer beginnen mit einem Moment der Klarheit

Als ich in den letzten Jahren das Mentorship und das Ultimate Power Programm entwickelt habe, klappte das nicht von heute auf morgen. Die Zeiten unmittelbar davor waren geprägt von wirren Gedanken, großen Fragen und auch lauter kleinen Zweifeln: Was ist notwendig? Was braucht das Programm noch? Passt das zu meiner Mission? Wie führe ich die Teilnehmer zu größtmöglichen Erfolgen?

Erst nachdem ich eine Entscheidung getroffen hatte, fügte sich alles wie von alleine zusammen. Dinge passierten, die ich vorher nicht erwartet hatte. Ähnlich war es auch bei meinem eigenen Groß-Event Powerlution, bei dem wir Menschen an einem Tag zeigen, wie sie in ihre innere Stärke kommen können. Lange Zeit vorher hatte mein Team versucht, mich zu einem Tagesevent zu überreden und hat es nicht geschafft. Meine Prioritäten lagen einfach an anderer Stelle. Obwohl so ein Event einen riesigen Aufwand bedeutet, nahm meine General Managerin Vivien Baade die Veranstaltung in ihre Hände und präsentierte mir eines morgens ihren Vorschlag. Ich vertraute ihr, nahm ihren Vorschlag an und gab ihr das Go. Warum? Weil ich die Klarheit in ihren Augen sehen konnte. Sie war frei von jedem Zweifel, dass es gelingen würde. In dem Moment wusste ich: Wir können das Ding umsetzen. Und Vivien behielt Recht: Es wurde sogar größer als erwartet und findet 2019 gleich ein zweites Mal statt.

Der Clarity-Circle – 5 Schritte zur Klarheit

Für mich bedeutet Klarheit: Wissen, was Du willst, und wissen, was Du nicht willst. Dabei geht es nicht immer nur um die wissensbasierte, kognitive Seite. Kennst Du solche Menschen, denen Du in die Augen schaust und sie begegnen Dir mit einem vollkommen klaren Blick. Du kannst eine ganz bestimmte Energie dahinter spüren. Klarheit für mich deshalb nicht nur wissen, sondern auch fühlen.

Diese magischen Momente der Klarheit erlebe ich im persönlichen Coaching regelmäßig. Einer meiner Coachees geht durch einen Prozess, entwickelt sich weiter und gelangt zu einem Durchbruch, einem ganz persönlichen Moment der Klarheit. Das ist für mich einer der Schlüsselmomente in der Persönlichkeitsentwicklung und eine zentrale Aufgabe in meinem Leben: Anderen Menschen beim Wachsen zu helfen und sie in ihre Kraft und Klarheit zu bringen.

In den letzten 12 Monaten habe ich auch für mein Leben noch mehr Klarheit gefunden. Der Prozess hört nie auf, doch ich gewinne ein immer besseres Verständnis dafür, wie er funktioniert. Mit jeder Erfahrung sind meine Gedanken dazu runder geworden und haben sich zu einem Modell zusammengefügt: dem Clarity-Circle. Er besteht aus den folgenden 5 Schritten, die den Prozess hin zur Klarheit gestalten.

Schritt 1: Fühl in Dich hinein und prüfe Dich selbst

Zu Beginn geht es darum, die Stimme Deines Verstands von der Deines Gefühls zu unterscheiden. Im Alltag fällt es uns nicht immer leicht, beides voneinander zu trennen. Nehmen wir das Beispiel einer großen Entscheidung, vor der Du gerade stehst. Vielleicht denkst Du über ein neues Auto nach, über Deinen nächsten Urlaub oder sogar über einen Jobwechsel.

Vielleicht beginnt Dein Kopf gleich zu argumentieren: Das eine macht mehr Sinn für den Lebenslauf, das andere kann Deine persönliche Entwicklung ordentlich befeuern. Doch wenn wenn Du in Dich hineinfühlst, sagt Dein Gefühl Dir etwas anders als Dein Kopf. Anfangs mag es noch nicht so leicht greifbar sein, doch je mehr Du Dich darauf konzentrierst, desto klarer wird es.

Und doch ist der Kopf im Alltag so stark, dass Du letzten Endes meist seinen Argumenten folgst. Dein ganzes Energiesystem hängt jedoch noch an der Gefühlsentscheidung. Wenn Du diesen Konflikt zwischen Verstand und Gefühl wahrnimmst, bist Du Deiner Klarheit schon ein großes Stück näher gekommen. Versuche, dem Gefühl einen Namen zu geben, atme einige Male ein und aus und gehe zum nächsten Schritt über.

Schritt 2: Bist Du integer? Bist Du ehrlich mit Dir selbst?

Wenn Du in Dich hineinfühlst, dann prüfe für Dich, ob Du gerade ehrlich mit Dir selbst bist. Bist Du integer? Handelst Du im Einklang mit Deinen Werten? Oder hast Du Bauchschmerzen bei Deiner Entscheidung?

Nimm Dir die Zeit, Dich bewusst mit dem auseinanderzusetzen, was Du im Alltag sonst eher unbewusst spürst. Mach es nun zu einer bewussten Entscheidung. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass unsere Gefühlsentscheidung uns oft sehr viel stärker mit unseren Werten verbindet, als es unser Kopf zu tun vermag. Darum quält uns manchmal auch dieser Bauchschmerz, wenn wir eine rationale und vom Kopf her gut begründete Entscheidung getroffen haben. Unser Bauch will uns zu verstehen geben, dass wir nicht im Einklang mit dem Handeln, wofür wir in unserem Leben stehen wollen. Ein toller Kompass, oder? Und er kann noch deutlich mehr!

Schritt 3: Prüfe, ob Du Deine Entscheidung blockierst oder sabotierst

Im nächsten Schritt wollen wir herausfinden, warum Du nicht nach Deinem Bauch entscheidest. Erzählst Du Dir eine Geschichte? Entscheidest Du Dich gegen Dein Gefühl, weil Du es Dir leicht machen willst? Hast Du Angst, Dir etwas einzugestehen? Hast Du Angst zu Handeln, obwohl Du genau weißt, was zu tun ist?

In diesem Schritt darfst Du Deine Logik mit ins Spiel bringen und Dich selbst erforschen. Du willst herausfinden, was Dich noch davon abhält, Deinem Gefühl zu folgen. Sei schonungslos ehrlich mit Dir selbst und blicke in jeden Winkel Deiner Innenwelt.

Vielleicht entlarvst Du Argumente wie: „Ich brauche das Geld“ oder „Ich will das Ansehen“. Nimm bewusst wahr, welche Blockade es ist, hinterfrage sie und löse sie auf. Sie ist nicht mehr als ein Glaubenssatz, ein einfacher, kleiner Gedanke, der Dein Getriebe verklemmt. Werde Dir dieser Blockade bewusst und befördere sie an die Oberfläche, wo Du sie bearbeiten und auflösen kannst. Danach bist Du frei, eine Entscheidung zu treffen und zum nächsten Schritt überzugehen.

Schritt 4: Walk your talk – Steh zu Deinen Worten

Du bist im Gefühl. Du weißt jetzt, was das Richtige für Dich ist und handelst im Einklang mit Deinen Werten. Die Blockade hast Du erkannt, doch Du lässt Dich davon nicht mehr abhalten, weil Du entschlossen bist, sie zu lösen. Nun geht es darum, Deine Botschaft nach draußen zu bringen und sie mit Deinem gesamten Sein auszustrahlen.

Hier entsteht die Magie, und andere Menschen werden auf Dich aufmerksam. Das ist der Moment, in dem sich Dein Blick verändert und in dem andere Menschen die Klarheit auch in Dir erkennen.

Die Schritte 3 und 4 sind große Herausforderungen, denn Du konfrontierst Dich dabei mit Dir selbst und Deinen Ängsten. Doch der beste Weg, Ängste zu überwinden, ist es, durch sie hindurch zu gehen. Klarheit findest Du, indem Du ohne zu Zögern durch diesen Prozess gehst. Vertraue fest darauf, dass am Ende des Weges eine Erkenntnis auf Dich wartet, die die Mühe wert war.

Schritt 5: Werde Dir bewusst, wer Du bist

Je häufiger Du diesen Prozess durchläufst, desto mehr nimmst Du in Dir wahr und wirst Dir bewusst, wie Du Entscheidungen triffst und Klarheit gewinnst. Und diese Klarheit verhilft Dir wiederum zu einer verbesserten Wahrnehmung für Dich selbst und für andere. Wenn dieses Rad erst einmal dreht, gewinnst Du von selbst immer mehr Klarheit, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Wahrnehmung verpflichtet zu Handlung, wie es meine Meditationslehrerin Andrea Schmidt sagte. Nimm Dich selbst wahr, nimm andere wahr und handle danach.

Bei Schritt 5 erkennst Du Dich also in einem neuen Licht und entdeckst nicht selten eine neue Herausforderung, der Du Dich stellen möchtest. So dreht sich das Rad weiter und gelangt zurück zu Schritt 1.

Der Circle dreht, Deine Klarheit wächst

Wenn Du diese 5 Schritte für Dich wiederholst, dreht der Clarity-Circle für Dich mit der Zeit immer schneller und verändert Deine Persönlichkeit. Menschen kommen zu Dir und fragen Dich: „Sag mal, was hast Du eigentlich in den letzten Monaten und Jahren gemacht? Du wirkst wie verwandelt, so viel klarer und direkter!“

Du wirst zur Bereicherung für andere, denn Du kannst auch sie bewusster wahrnehmen und ihnen gezielter Feedback geben. Du redest nicht mehr um den heißen Brei herum, sondern bringst die Dinge mit Deinen Worten auf den Punkt. Deine Intention dahinter ist ehrlich und kommt vom Herzen. So hilfst Du auch anderen Menschen in Deinem Umfeld, Klarheit für sich und ihr Leben zu finden.

Klarheit – die Schlüsselfähigkeit für Deine Persönlichkeit

Sind Dir in diesem Artikel bekannte Themen begegnet? Gefühle, Stärken, Kommunikation, Werte, Integrität, Glaubenssätze, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. All diese Themen kommen hier zusammen und formen einen noch größere Wert: deine Klarheit. Diese ist ein zentraler Schlüssel in der Persönlichkeitsentwicklung, denn hier ergeben viele Teile Deiner persönlichen Entwicklung ein großes Ganzes.

Klarheit kannst Du als Tool verwenden, um Konflikte zu lösen, Herausforderungen zu meistern und anderen Menschen im Alltag eine Stütze zu sein. Ich bin überzeugt: Wir brauchen heute mehr Leader da draußen, die mit einer klaren Botschaft voran gehen und andere Menschen auf ihrem Weg inspirieren.

Klarheit ist das Ergebnis eines Prozesses! Du darfst also Geduld mitbringen. Dieser Prozess ist eine Lebensaufgabe, denn es gibt so vieles da draußen, was Du immer wieder neu entdecken kannst. Dabei wünsche ich Dir viel Freude und freue mich, wenn Du Deine Erkenntnisse mit mir in den Kommentaren teilst.

Mehr zum Thema Klarheit gibt es auch in dieser Podcastfolge:

Woran denkst Du spontan, wenn Du das Wort Spiritualität hörst? Denkst Du an Mutter Teresa? An den Papst, an Kardinäle und den Vatikan? An buddhistische Mönche? Oder denkst Du vielleicht an Menschen, die Räucherstäbchen anzünden und mit Blume im Haar meditieren?

Aus meiner Sicht liegst Du mit allen Möglichkeiten goldrichtig. Und es gibt noch viele mehr! Spiritualität ist eines der vielfältigsten Themen, die ich kenne. Sie ist so individuell wie jeder einzelne Mensch.

Du und ich können ganz unterschiedliche spirituelle Erfahrungen machen, die tiefe Auswirkungen auf unser Leben und auf unsere Persönlichkeit haben können.

Das macht Spiritualität für mich zu einem ganz besonderen und sehr bereichernden Aspekt der Persönlichkeitsentwicklung.

Spiritualität ist schon seit langer Zeit für mich ein Thema gewesen, doch mir fehlte der Zugang dazu. 2018 haben mich dann ein paar Freunde mit auf die Reise in diese Welt genommen. Schnell hab ich erkannt: Spiritualität ist ein sehr kraftvoller Baustein zur inneren und äußeren Stärke und vor allem auch dafür, tiergehende Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Mit Mindset, Fokus und Fähigkeiten bin ich im Leben schon weit gekommen, doch nicht alles lässt sich mit unseren logischen Tools erklären und erreichen.

Seitdem ich den Mehrwert darin für mich und meine Mission erkannt habe, bin ich richtig tief eingestiegen. Heute nehme ich Dich mit in meine Entdeckungsreise. Dazu führe ich Dich an die Fragen heran, die auch ich mir anfangs gestellt habe. Auf geht’s!

Kann jeder spirituell sein?

Früher glaubte ich: Um spirituell zu sein, musst Du fest an etwas Bestimmtes glauben, Dich also einer der großen Religionen anschließen. Beim Stichwort Spiritualität dachte ich an einen festen Verhaltenskodex, an eine geordnete und standardisierte Sache mit Ritualen, Bräuchen und Vorschriften.

Heute ist mir klar, dass diese ersten Assoziationen nur die Spitze des Eisbergs sind. Viele der großen Religionen bieten den Menschen an, sie an die Hand zu nehmen und ihnen einen Einblick in die Welt der Spiritualität zu geben. Jede Religion tut das auf ihre eigene Art und Weise.

Die Nachfrage der Menschen nach einer solchen spirituellen Reise war immer schon da. Doch ist Dir insbesondere in den letzten Jahren aufgefallen, dass immer mehr Menschen auch abseits der großen Religionen nach Spiritualität suchen?

So wie ich das gerade tue, machen sich auch viele andere Menschen selbst auf die Suche und entdecken, dass jeder einen eigenen, ganz persönlichen Zugang zur Spiritualität hat. Jeder kann diesen Weg auf seine eigene Weise gestalten.

Diese Reise ist etwas sehr Intimes, eine Verlängerung unserer Innenwelt. Keiner kann sagen oder fühlen, wie es in Deinem Inneren aussieht. Nur Du alleine kannst wahrnehmen und erkennen, was Du brauchst und wohin Dein Weg als nächstes gehen soll. Daher kann Spiritualität auch für jeden etwas anderes sein, denn jeder erlebt das Leben auf seine Weise.

Worum geht’s im Kern?

Begegnet Dir das Thema Achtsamkeit auch immer häufiger? Das ist ein entscheidender Baustein für Spiritualität und bedeutet für mich innehalten, zur Ruhe kommen und wahrnehmen, was da ist. Konzentriert, klar und gelassen. Das Ziel dieses Prozesses? Bewusst werden.

Deine spirituelle Reise eröffnet Dir die Möglichkeit, Dir Deiner Innenwelt und Deiner Außenwelt bewusst zu werden. Was passiert in Deinen Gedanken? Wie fühlst Du Dich gerade? Was treibt Dich an und bewegt Dich täglich tief in Deinem Inneren? Und was geschieht um Dich herum? Was nimmst Du wahr? Was ist da noch, was bisher vielleicht an Dir vorbeigeht?

In erster Linie geht es also darum, Wahrnehmung aufzubauen für alles um Dich herum und alles, was in Dir passiert. Es geht darum, in ein Stadium von Bewusstsein zu kommen, indem Du Dinge mit Deinen fünf Sinnen wahrnimmst, aber auch darüber hinausgehst.

Kennst Du diese Momente, wo Du Dinge fühlst, die Du nicht umschreiben oder in Worte fassen kannst? Manche nennen das einen Impuls, eine Intuition oder eine Eingabe. Wir können sie nicht recht greifen und doch sind sie da. Das sind diese Dinge, die sich dem Gefühl zeigen, doch dem Verstand verschließen.

Diese Erlebnisse gehen darüber hinaus, was wir fühlen und erklären können. Ich habe beobachtet, dass viele Menschen den Zugang zur Spiritualität oft genau deswegen nicht finden oder sogar eine Abwehrhaltung dagegen entwickeln. Sie steigen ein in diese Welt und erwarten sofort messbare Ergebnisse und handfeste Resultate.

Doch Spiritualität ist ein Prozess, der sich erst Stück für Stück entfaltet. Ein Leben lang. Selbst hochrangige Mönche kommen noch nach vielen Jahren Praxis zu neuen Erleuchtungen.

Gib Dir selbst also Zeit. Versuch, jeden Tag ein Element Deines Alltags bewusster zu erleben. Lass all Deine Erwartungen zurück, mach Dich frei von Vorurteilen und lass Dich auf die Erfahrung ein.

Mit welchem Mindset sollte ich an die Sache rangehen?

Wir alle bekommen von Geburt an eine riesige Box voller Geschenke für unser Leben. Doch häufig packen wir diese gar nicht ganz aus. Wir entdecken einen Teil unserer Persönlichkeit und finden eine Aufgabe, mit der wir unser Leben ausfüllen. Doch steckte da vielleicht noch mehr in unserer Box? Spiritualität ist für mich ein Tool, diese Box weiter auszupacken und neue Inhalte bewusst zu machen. Dafür dürfen wir wieder Kind sein!

Hast Du schon mal ein Kind dabei beobachtet, wie es aufwächst? Ich bin unglaublich dankbar für diese wunderbare Erfahrung, die ich als Vater machen darf. Bestimmt hast Du auch schon davon gehört, dass Kinder eine andere Wahrnehmung haben. Sie sind bewusster, mehr im Moment, verlieren sich in Dingen und scheinen manchmal sogar die Fähigkeit zu haben, mit einer anderen Welt zu kommunizieren.

Kennst Du das, wenn Kinder ganz alleine vor sich hin spielen? Sie sind ganz mit sich selbst beschäftigt und doch scheinen sie zu kommunizieren. Als wäre da noch jemand oder etwas anderes, mit dem sie seelenruhig in Austausch gehen. Das kann natürlich auch nur meine individuelle Wahrnehmung sein. Doch viele spirituelle Erfahrungen haben in mir das Gefühl wachsen lassen: Das ist noch mehr!

Ich lade Dich ein, Spiritualität aus der Perspektive und mit dem Mindset eines Kindes zu entdecken. Erlebe die Dinge wie zum ersten Mal und lass sie ganz neu auf Dich wirken. Das wird Deinen Blick auf Dich selbst, auf andere und auf Deine Umwelt bereichern.

Ich trainiere mich gerade darin, die Dinge ohne Bewertung wahrzunehmen. Zu beobachten und zu akzeptieren. Die Bewertungen raus zu lassen und die Dinge so anzunehmen, wie sie sind. Zugegeben, das klingt leichter gesagt als getan. Doch die Dinge sind erst einmal, wie sie sind.

Die Spiritualität hat mich genau diese Sichtweise gelehrt. Dadurch erkenne ich im Alltag vielmehr kleinere Facetten des Lebens, ich bin gelassener und nehme durch meine Offenheit auch viele Chancen ganz neu wahr.

Für mich liegt der Schlüssel also in dem Mindset, ewig Schüler und Kind zu sein.

Welche Erfahrungen erwarten mich?

Da jeder andere Erfahrungen macht, kann ich Dir hier nichts versprechen oder Dir ganz klar ausmalen, was Dir auf Deiner spirituellen Reise widerfahren kann. Um Dich dennoch ein Wenig an diese Erfahrungswert heranzuführen, teile ich eins meiner ganz persönlichen Erlebnisse mit Dir.

2018 war ich auf einem Seminar, bei dem es fünf Tage lang nur um Meditation ging. Am dritten Tag haben wir eine Tiefenmeditation gemacht. Das war für mich eine vollkommen neue Erfahrung.

Wir haben tief in uns hineingeführt, uns vom Gefühl mit der Erde verbunden und die Energie aus dem Boden auf uns wirken lassen. Dabei habe ich auf einmal gemerkt, wie mein gesamter Körper begonnen hat zu brennen und zu kribbeln.

Das Gefühl ist schwer zu beschreiben. Ich hab mich stark und tief mit der Erde verbunden gefühlt. Auch alle anderen um mich herum haben das wahrgenommen. Das war für mich eine Erfahrung, die mir gezeigt hat: Da ist mehr, als ich mit meinen fünf Sinnen im Alltag wahrnehme. Seitdem ich diese Erfahrung gemacht habe, bin ich viel ruhiger geworden und gehe auch mit mehr innrer Ruhe durch den Alltag.

Wie kann ich lernen zu meditieren?

Schon zu Beginn meiner Reise habe ich gemerkt, wie gut mir Meditation tut. Doch auch das war eine Lernerfahrung, die klein anfing. Die Anleitung ist im Wesentlichen sehr einfach: Setz Dich an einen ruhigen Ort, schließ Deine Augen und konzentrier Dich ganz auf Deinen Atem.

Was auf Anhieb einfach klingt, hat mir Einiges an Übung abverlangt. Anfangs konnte ich keine fünf Minuten ruhig sitzen bleiben. Meine Gedanken schweiften ab, ich hatte Rückenschmerzen und verkrampfte. Doch mit jedem Mal ging es besser und ich konnte die Sessions verlängern.

Heute meditiere ich täglich jeden Morgen bis zu 30 Minuten am Stück. Ich stehe spätestens um 6 Uhr auf und mache meine Mediation. Lasse ich sie einmal aus, fehlt mir sofort etwas. Oft freue ich mich schon abends beim Schlafengehen darauf, mich am nächsten Morgen wieder in einen Zustand der Ruhe und der Verbundenheit zu begeben.

Durch die Meditation bin ich den ganzen Tag in Balance und habe viel mehr Energie, Wachheit und Klarheit für andere Menschen. Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch hier: Je mehr Du bei Dir selbst bist, desto mehr kannst Du auch für andere da sein. Seitdem ich meine Achtsamkeit trainiere, kann ich auch in anderen Menschen viel mehr wahrnehmen und habe ein völlig anderes Spektrum an Dingen, die ich tun und geben kann.

Das nimmt mir komplett den Stress. Auf Menschen aus einem Umfeld wirke ich ruhig und gelassen, doch gleichzeitig auch klar und fokussiert. Ich finde Glück und Erfüllung in mir selbst.

Ich möchte beginnen, doch wo soll ich anfangen?

Bücher können Dir den Start erleichtern und Dir helfen, ein erstes Gefühl für die Sache zu bekommen. Vor vielen Jahren nahm ich die ersten Bücher aus dem Buddhismus in die Hände. Meine Recherchen rund um Persönlichkeitsentwicklung hatten mich hierher geführt, denn es gibt viele Parallelen zum Buddhismus.

Auf ähnlichem Weg entdeckte ich auch das Gesetz der Resonanz und die Theorien über die Wirkungsweise des Universums. Heute schreibe ich darüber, als wäre es das Normalste überhaupt. Doch auch diese Reise begann mit ein paar ersten Schritten.

Ich habe vor einigen Jahren mal das Buch Master Key System in den Händen gehabt, ein Vorreiter von The Secret. Dieses Buch hat mir einen ersten Einstieg in die Welt der Mediation ermöglicht.

Auch Seminare geben Dir einen praktischen und erlebbaren Einblick. 2018 Jahr hab ich erste Seminare zur Spiritualität besucht. Dabei ging es um Themen wie: Was bedeutet Liebe eigentlich? Wie drückt sich Liebe im Universum aus? Wie können wir Einfluss darauf nehmen, wie wir auf andere wirken? Wenn Du also eher der praktische Typ bist und die Dinge gleich ausprobieren willst, kann ein Seminar für Dich genau richtig sein.

Alternativ findest Du im Internet auch eine Vielzahl von Apps, die Dir Dich mit geführten Meditationen bei Deinen ersten Schritten begleiten. Zudem können sie ein hilfreiches Tool sein, eine feste Meditations-Routine in Deinen Alltag zu kriegen. Anfangs reichen schon 10 Minuten Deiner Zeit, um einen spürbaren Unterschied in Deine Innenwelt zu bringen.

Lass uns in den Austausch gehen

Diesen Beitrag gestalte ich bewusst als Auftakt, um mit Dir in den Austausch zu kommen. Spiritualität ist ein sehr subjektives Thema. Daher bin ich überzeugt: Wo viele Menschen unterschiedliche, bereichernde Erfahrungen machen, da muss der Austausch besonders inspirierend und wertvoll sein.

Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dieses Thema mit Dir zu teilen. Ich würde mich freuen, wenn ich den ein oder anderen neugierig machen konnte. Ganz nach dem Motto: Manchmal merken wir erst, was uns gefehlt hat, wenn wir es gefunden haben.

Ich freue mich, Dich auf Deinem Weg zu begleiten und mich mit Dir auszutauschen. Was sind Deine Erfahrungen? Wie erlebst Du das Thema? Schreib mir gerne dazu einen Kommentar. Ich freue mich auf Dich!

Wann war Deine letzte Zeitreise? Was? Du hast keine Zeitmaschine? Doch, klar, die hast Du! Sie sitzt zwischen Deinen Ohren. Die aktivieren wir jetzt und machen einen kleinen Ausflug, denn da steckt das Geheimnis einer starken Verbindung. 

Lass uns in Gedanken zurückgehen in Deine ersten Schultage. Vielleicht erinnerst Du Dich sogar an die ersten Augenblicke im Kindergarten. Weißt Du noch, wer damals Deine Kameraden waren?

Nun springen wir zehn Jahre weiter. Welche Menschen haben Dich damals umgeben? Wer war mit Dir im Pausenhof? Du darfst gerne mit Deinen Gedanken abdriften. Lass Dich von ihnen zurück in die Momente tragen, die Dir ganz spontan einfallen.

Bist Du zurück hier im Text? Klasse! Jetzt feiern wir Deinen achtzehnten Geburtstag. Erinnerst Du Dich noch daran, wie Du diesen Moment gefeiert hast? Wer war da? Wer hat Dich an diesem besonderen Tag umgeben? Hattest Du einen Freund oder eine Freundin? Ist vielleicht noch heute einer von diesen Menschen in Deinem alltäglichen Umfeld?

Warum ich diese Reise mit Dir mache? Weil sie Dich sehr nah zu Dir selbst führt. Ob Du damals drei Jahre alt warst oder achtzehn – Du hast in jedem Alter Verbindungen zu anderen Menschen aufgebaut und Erlebnisse mit ihnen geteilt. Ganz natürlich.

Doch wenn ich heute auf Events in den Austausch gehe, kommt immer wieder diese Frage auf: „Christian, wie baue ich richtig starke Verbindungen zu anderen Menschen auf?“. Diese Frage hat lange in mir gearbeitet, bis ich den Einfluss der modernen Welt erkannt habe.

Die heutige Technik bietet uns eine riesige Bandbreite an Möglichkeiten, um uns mit anderen Menschen zu verbinden. Ich schätze, Du bist noch nicht mit Smartphone in der Tasche in die Schule gegangen, oder? Das ist heute anders. Obwohl wir ständig in Kontakt stehen, vermissen viele Menschen die richtig tiefen Verbindungen.

Wann bist Du zuletzt einem Menschen begegnet, bei dem Du den Eindruck hattest: „Wow, der hat eine Präsenz! Der ist voll bei mir, wenn er mit mir redet und strahlt eine ganz besondere Ruhe aus“? Diese Fähigkeit ist selten geworden und doch sehr gefragt, denn zwischen zwei Menschen kann eine sehr starke Energie entstehen.

In diesem Beitrag dreht sich alles um Deine Fähigkeit, wahre Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen. Dabei geht es mir vor allem um die Qualität der Beziehungen, nicht um die Quantität. Du kannst hunderte Menschen in Deinem Leben haben und Dich dennoch einsam und alleine fühlen. Wie also erreichst Du diese Qualität? Folge mir auf eine spannende Reise in die vier Schritte hinter die Kulissen des Beziehungsaufbaus.

1. Die Verbindung zu anderen beginnt bei Dir selbst

Bevor Du eine Verbindung zu anderen Menschen aufbauen kannst, solltest Du erst einmal eine Verbindung zu Dir selbst schaffen. Denn alles beginnt bei Dir. Wenn Du nicht in Kontakt mit Dir selber bist, wirst Du auch nicht in Kontakt mit anderen kommen. Für mich ist beides untrennbar miteinander verbunden.

Die Logik dahinter ist einfach: Wie eine Blume erst ihre Wurzeln schlagen muss, bevor sie ihre Blüten mit anderen teilen kann, so darfst auch du Dich erst selbst erkennen, bevor Du Dich anderen zeigst.

Selbstbewusstsein und Selbstliebe sind der Schlüssel dazu. Das bedeutet keinesfalls, dass Du selbstverliebt sein sollst. Mach Dir vielmehr selbst bewusst, wer Du bist, wofür Du im Leben stehst und was Du in der Welt bewirken willst. Entdecke Deine Werte und die prägenden Erfahrungen, die Dich ausmachen. Dich selbst lieben, das bedeutet in diesem Kontext, dass Du all Deine Facetten als Teil von Dir wahrnimmst und annimmst – Deine hellen und auch Deine dunklen Seiten – ohne Dich klein zu machen, Dich minderwertig oder ungenügend zu fühlen. Schließlich tragen alle Facetten von Dir zu dem bei, was Du heute bist.

Der ein oder andere mag nun sagen: „Aber Christian, heute sagt mir doch jeder, dass ich bei anderen anfangen soll. Wenn ich ihnen Mehrwert biete, dann kommt doch die Erfüllung von alleine auch zu mir.“ Da ist natürlich etwas dran. Doch nach meiner Erfahrung kannst Du am besten für andere wirken und da sein, wenn Du Dich selbst und Dein volles Potenzial kennst. Dann kannst Du auch automatisch viel mehr für andere Menschen geben.

Im ersten Schritt geht es also darum, dass Du Dich selbst anerkennst und lieben lernst. Im Grunde ist das sehr einfach. Du beginnst damit, Dir die Zeit und auch die Ruhe für Dich selbst zu nehmen, in Dich hineinzuhorchen und in Verbindung zu Dir selber zu gehen. In dem Moment, wo Du in Verbindung mit Dir selber bist, hast Du auch wieder die Möglichkeit, Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen und kannst dabei aus Deinem vollen Sein schöpfen. Hast Du Dein Innen erkannt, kannst Du Deinen Blick auf das Außen richten.

2. Reduzier Deinen Stress

Kennst Du das? In sehr stressigen Momenten fällt es Dir schwer, die Verbindung zu Dir selbst zu halten und erst recht zu anderen Menschen.

Mir haben solche Situationen früher viel Kummer bereitet. Ich hatte viel zu tun, verstreute meine Aufmerksamkeit über mehrere Themen zugleich und hatte so nur wenig Kapazitäten frei für die Menschen, die mir nahestanden und mit ihren Anliegen zu mir kamen.

Das klassische Muster dahinter: Ich war leicht reizbar und hörte nur mit einem Ohr zu. Um möglichst schnell zu meinen Themen zurückzukommen, lieferte ich nur kurze Antworten und manchmal rutschte mir selbst die ein oder andere verletzende Bemerkung raus. Ich wollte alles möglichst schnell regeln, ohne wirklich da zu sein und hin zu hören. Von tiefen Verbindungen keine Spur!

Erst nach einiger Zeit wurde mir klar, dass mein Stresslevel nicht nur die Kommunikation mit meinem Umfeld angriff, sondern auch noch die Verbindungen zu den Menschen, die mir am Herzen lagen. Also beschloss ich, daran zu arbeiten.

Was sind die Faktoren, die Dich stressen? Stress entsteht besonders dann, wenn Du Dinge tust, die Du nicht möchtest, hinter denen Du nicht stehst, die einfach nicht zu Dir und Deinen Werten passen. In solchen Situationen agierst Du gegen Deinen Willen oder bis nicht ehrlich mit Dir selbst. Heruntergebrochen sind das vor allem solche Momente, in denen Deine Integrität leidet.

Was mir geholfen hat, mein Stresslevel zu reduzieren? Bewusste Auszeiten für mich selbst. Mein Rat an Dich: Schaffe Dir Freiräume, um Energie zu tanken und wieder einen klaren Blick zu bekommen. Mir gelingt das besonders gut mithilfe von Sporteinheiten oder Meditationen. Momente, in denen ich ganz mit mir und meinem Körper bin.

Du bekommst einen klaren Durchblick, ein Bewusstsein für Dein inneres Wohlbefinden und Du merkst mit der Zeit intuitiv, wann Du die Verbindung zu Dir selbst besonders schützen und sie wieder aufbauen musst.

3. Hör auf, unbedingt zu wollen

Ja, Du hast richtig gelesen: Hör auf, die Dinge unbedingt zu wollen.

Ich verstehe, dass das für den ein oder anderen paradox klingt. Doch kennst Du diese Momente nicht auch aus Deinem eigenen Leben? Du verfolgst hartnäckig ein Ziel und investierst all Deine Kraft, doch es entwickelt sich nicht so, wie Du es Dir vorstellst. Irgendwann nimmst den Druck raus, lässt los, lässt locker, und plötzlich lösen sich die Probleme von ganz alleine.

In diesem Zustand ziehst Du Dinge an und siehst Lösungen, die Du vorher nicht erkannt hast, weil Du zu verkrampft warst.

Nicht immer bedeutet mehr Energieeinsatz auch bessere Resultate. Trau Dich also, loszulassen, wenn Du Dich am liebsten festklammern würdest. Lass Dinge gehen, die Du absolut in Deinem Leben haben willst. Mach Dir klar, was Du erreichen willst und gib den Dingen eine Chance, sich zu entfalten.

Fällt Dir das schwer, kann körperliche Aktivität Dir helfen, Dich aus schwierigen Momenten zu lösen und Deine Aufmerksamkeit zurück in den Moment zu bringen. Du kannst auch meditieren oder auch Atemübungen machen. Stell Dir vor, wie Du mit jedem Ausatmen mehr und mehr von Deinem Thema loslässt und Dich tiefer entspannst.

Hast Du den Eindruck, dass dieses Vorgehen konträr zu Deinen Zielen steht? Paradoxerweise wird es meist schwieriger, ein Ziel zu erreichen, wenn Du Dich zu sehr darauf verkrampfst. Stattdessen darfst Du Dir einmal klar machen, wo Du hin willst, und es dann einfach geschehen lassen.

Ich lade Dich ein, Dich eine Zeitlang selbst zu beobachten und bewusst erste Erfahrungen mit dem Loslassen zu sammeln. Erzähl mir gerne in den Kommentaren von Deinen Resultaten. Ich freue mich über den Austausch mit Dir.

4. Nimm Deine Maske ab

Wenn etwas schwierig oder unangenehm wird, dann verstecken wir uns gerne hinter einer Hülle, die wir nicht sind. Wenn Du mir nicht erst seit heute folgst, dann kennst meinen Rat in diesen Situationen: Nimm Deine Maske ab! Lass Deine Hüllen und Deine Schutzpanzer fallen. Das klingt auf Anhieb so, als wäre das eine einmalige Aktion, doch Masken drängen sich heute ständig und von allen Seiten immer wieder aufs Neue auf.

Unsere Umwelt und besonders die Medien wirken ständig auf uns ein, impfen uns mit Bedürfnissen und beschallen uns mit begehrenswerten Erfolgsgeschichten anderer. Ohne dass wir es merken, zwingen sie uns immer wieder in den Vergleich mit anderen. Insbesondere die Werbung weckt still und heimlich Wünsche in uns, etwas zu besitzen oder jemand zu sein, der wir eigentlich gar nicht sein wollen. Wir versuchen, den Erwartungen anderer gerecht zu werden und verlieren uns dabei selbst aus dem Blick.

Es bringt nichts, wenn Du Dinge tust oder Dinge sagst, nur weil sie jemand anders von Dir erwartet. Wenn Du Dinge aussprichst, die sich für Dich nicht echt und richtig anfühlen, dann nagt das an Dir und wirkt wie ein Keil, den Du zwischen Dich und Dein wahres Selbst treibst. Kurzfristig mag es sich anfühlen, als würdest Du Deinem Ziel näher kommen, doch mittelfristig kann das ein böses Erwachen geben.

Du richtest dann nämlich Dein Leben nach dem aus, was Du im Außen findest und was andere für gut und richtig halten. Achte darauf, die Verbindung zu Dir selbst nicht zu verlieren. Ansonsten läufst Du Gefahr, später zu erkennen, dass Du einen Weg gegangen bist, den andere für Dich wollten. Dein Herz hat versucht, Dir einen anderen Weg zu weisen, doch die Stimmen im Außen waren so laut, dass Du Deine innere Stimme nicht gehört hast.

Trau Dich, Du selbst zu sein. Sei authentisch und zeig Dich, wenn Du echte Beziehungen aufbauen willst. Werde Dir selbst gerecht, nicht den Erwartungen anderer. Gib Deinem Gegenüber die Möglichkeit, Dich zu erkennen, wie Du wirklich bist. Lässt Du Deine Maske fallen, gibst Du anderen Menschen die Chance, Dich wirklich zu sehen. Gleichzeitig strahlst Du mit dieser Verletzbarkeit ein großes Vertrauen und eine immense Stärke aus.

Fazit

Wenn Du diese vier Schritte zu hundert Prozent befolgst, dann wirst Du ganz von alleine Menschen in Dein Leben ziehen, mit denen Du tiefe Beziehungen aufbauen kannst.

Stehst Du zu Dir selbst, bist Du gelassen und voll im Moment, dann entfaltest Du eine Ausstrahlung, die anziehend auf andere Menschen wirkt. Sie fühlen sich in Deiner Gegenwart wohl, denn sie spüren, dass Du echt bist und dass Du mit dieser Nähe, Ehrlichkeit und Verletzbarkeit etwas ganz Besonderes mit ihnen teilst.

Diese Art, Dich rauszuziehen und mit Abstand auf Dein Leben zu blicken, ist ein große Bereicherung für Deine Beziehung und Dein Leben überhaupt. Auch das Buch „Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ zeigt, dass die echten Beziehungen in unserem Leben rückblickend die größten Geschenke überhaupt sind.

Selbst wenn Dir alles genommen wird, Dein Erfolg, Dein Status, die materiellen Dinge – echte Beziehungen, die Du in Deinem Leben aufbaust, sind die Quelle aus denen das meiste Glück in Dein Leben kommt. Ist es nicht ein wunderbares Geschenk, das heute schon zu wissen und Verbindungen zu anderen Menschen von nun an viel bewusster erleben zu können?