Woran denkst Du spontan, wenn Du das Wort Spiritualität hörst? Denkst Du an Mutter Teresa? An den Papst, an Kardinäle und den Vatikan? An buddhistische Mönche? Oder denkst Du vielleicht an Menschen, die Räucherstäbchen anzünden und mit Blume im Haar meditieren?

Aus meiner Sicht liegst Du mit allen Möglichkeiten goldrichtig. Und es gibt noch viele mehr! Spiritualität ist eines der vielfältigsten Themen, die ich kenne. Sie ist so individuell wie jeder einzelne Mensch.

Du und ich können ganz unterschiedliche spirituelle Erfahrungen machen, die tiefe Auswirkungen auf unser Leben und auf unsere Persönlichkeit haben können.

Das macht Spiritualität für mich zu einem ganz besonderen und sehr bereichernden Aspekt der Persönlichkeitsentwicklung.

Spiritualität ist schon seit langer Zeit für mich ein Thema gewesen, doch mir fehlte der Zugang dazu. 2018 haben mich dann ein paar Freunde mit auf die Reise in diese Welt genommen. Schnell hab ich erkannt: Spiritualität ist ein sehr kraftvoller Baustein zur inneren und äußeren Stärke und vor allem auch dafür, tiergehende Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Mit Mindset, Fokus und Fähigkeiten bin ich im Leben schon weit gekommen, doch nicht alles lässt sich mit unseren logischen Tools erklären und erreichen.

Seitdem ich den Mehrwert darin für mich und meine Mission erkannt habe, bin ich richtig tief eingestiegen. Heute nehme ich Dich mit in meine Entdeckungsreise. Dazu führe ich Dich an die Fragen heran, die auch ich mir anfangs gestellt habe. Auf geht’s!

Kann jeder spirituell sein?

Früher glaubte ich: Um spirituell zu sein, musst Du fest an etwas Bestimmtes glauben, Dich also einer der großen Religionen anschließen. Beim Stichwort Spiritualität dachte ich an einen festen Verhaltenskodex, an eine geordnete und standardisierte Sache mit Ritualen, Bräuchen und Vorschriften.

Heute ist mir klar, dass diese ersten Assoziationen nur die Spitze des Eisbergs sind. Viele der großen Religionen bieten den Menschen an, sie an die Hand zu nehmen und ihnen einen Einblick in die Welt der Spiritualität zu geben. Jede Religion tut das auf ihre eigene Art und Weise.

Die Nachfrage der Menschen nach einer solchen spirituellen Reise war immer schon da. Doch ist Dir insbesondere in den letzten Jahren aufgefallen, dass immer mehr Menschen auch abseits der großen Religionen nach Spiritualität suchen?

So wie ich das gerade tue, machen sich auch viele andere Menschen selbst auf die Suche und entdecken, dass jeder einen eigenen, ganz persönlichen Zugang zur Spiritualität hat. Jeder kann diesen Weg auf seine eigene Weise gestalten.

Diese Reise ist etwas sehr Intimes, eine Verlängerung unserer Innenwelt. Keiner kann sagen oder fühlen, wie es in Deinem Inneren aussieht. Nur Du alleine kannst wahrnehmen und erkennen, was Du brauchst und wohin Dein Weg als nächstes gehen soll. Daher kann Spiritualität auch für jeden etwas anderes sein, denn jeder erlebt das Leben auf seine Weise.

Worum geht’s im Kern?

Begegnet Dir das Thema Achtsamkeit auch immer häufiger? Das ist ein entscheidender Baustein für Spiritualität und bedeutet für mich innehalten, zur Ruhe kommen und wahrnehmen, was da ist. Konzentriert, klar und gelassen. Das Ziel dieses Prozesses? Bewusst werden.

Deine spirituelle Reise eröffnet Dir die Möglichkeit, Dir Deiner Innenwelt und Deiner Außenwelt bewusst zu werden. Was passiert in Deinen Gedanken? Wie fühlst Du Dich gerade? Was treibt Dich an und bewegt Dich täglich tief in Deinem Inneren? Und was geschieht um Dich herum? Was nimmst Du wahr? Was ist da noch, was bisher vielleicht an Dir vorbeigeht?

In erster Linie geht es also darum, Wahrnehmung aufzubauen für alles um Dich herum und alles, was in Dir passiert. Es geht darum, in ein Stadium von Bewusstsein zu kommen, indem Du Dinge mit Deinen fünf Sinnen wahrnimmst, aber auch darüber hinausgehst.

Kennst Du diese Momente, wo Du Dinge fühlst, die Du nicht umschreiben oder in Worte fassen kannst? Manche nennen das einen Impuls, eine Intuition oder eine Eingabe. Wir können sie nicht recht greifen und doch sind sie da. Das sind diese Dinge, die sich dem Gefühl zeigen, doch dem Verstand verschließen.

Diese Erlebnisse gehen darüber hinaus, was wir fühlen und erklären können. Ich habe beobachtet, dass viele Menschen den Zugang zur Spiritualität oft genau deswegen nicht finden oder sogar eine Abwehrhaltung dagegen entwickeln. Sie steigen ein in diese Welt und erwarten sofort messbare Ergebnisse und handfeste Resultate.

Doch Spiritualität ist ein Prozess, der sich erst Stück für Stück entfaltet. Ein Leben lang. Selbst hochrangige Mönche kommen noch nach vielen Jahren Praxis zu neuen Erleuchtungen.

Gib Dir selbst also Zeit. Versuch, jeden Tag ein Element Deines Alltags bewusster zu erleben. Lass all Deine Erwartungen zurück, mach Dich frei von Vorurteilen und lass Dich auf die Erfahrung ein.

Mit welchem Mindset sollte ich an die Sache rangehen?

Wir alle bekommen von Geburt an eine riesige Box voller Geschenke für unser Leben. Doch häufig packen wir diese gar nicht ganz aus. Wir entdecken einen Teil unserer Persönlichkeit und finden eine Aufgabe, mit der wir unser Leben ausfüllen. Doch steckte da vielleicht noch mehr in unserer Box? Spiritualität ist für mich ein Tool, diese Box weiter auszupacken und neue Inhalte bewusst zu machen. Dafür dürfen wir wieder Kind sein!

Hast Du schon mal ein Kind dabei beobachtet, wie es aufwächst? Ich bin unglaublich dankbar für diese wunderbare Erfahrung, die ich als Vater machen darf. Bestimmt hast Du auch schon davon gehört, dass Kinder eine andere Wahrnehmung haben. Sie sind bewusster, mehr im Moment, verlieren sich in Dingen und scheinen manchmal sogar die Fähigkeit zu haben, mit einer anderen Welt zu kommunizieren.

Kennst Du das, wenn Kinder ganz alleine vor sich hin spielen? Sie sind ganz mit sich selbst beschäftigt und doch scheinen sie zu kommunizieren. Als wäre da noch jemand oder etwas anderes, mit dem sie seelenruhig in Austausch gehen. Das kann natürlich auch nur meine individuelle Wahrnehmung sein. Doch viele spirituelle Erfahrungen haben in mir das Gefühl wachsen lassen: Das ist noch mehr!

Ich lade Dich ein, Spiritualität aus der Perspektive und mit dem Mindset eines Kindes zu entdecken. Erlebe die Dinge wie zum ersten Mal und lass sie ganz neu auf Dich wirken. Das wird Deinen Blick auf Dich selbst, auf andere und auf Deine Umwelt bereichern.

Ich trainiere mich gerade darin, die Dinge ohne Bewertung wahrzunehmen. Zu beobachten und zu akzeptieren. Die Bewertungen raus zu lassen und die Dinge so anzunehmen, wie sie sind. Zugegeben, das klingt leichter gesagt als getan. Doch die Dinge sind erst einmal, wie sie sind.

Die Spiritualität hat mich genau diese Sichtweise gelehrt. Dadurch erkenne ich im Alltag vielmehr kleinere Facetten des Lebens, ich bin gelassener und nehme durch meine Offenheit auch viele Chancen ganz neu wahr.

Für mich liegt der Schlüssel also in dem Mindset, ewig Schüler und Kind zu sein.

Welche Erfahrungen erwarten mich?

Da jeder andere Erfahrungen macht, kann ich Dir hier nichts versprechen oder Dir ganz klar ausmalen, was Dir auf Deiner spirituellen Reise widerfahren kann. Um Dich dennoch ein Wenig an diese Erfahrungswert heranzuführen, teile ich eins meiner ganz persönlichen Erlebnisse mit Dir.

2018 war ich auf einem Seminar, bei dem es fünf Tage lang nur um Meditation ging. Am dritten Tag haben wir eine Tiefenmeditation gemacht. Das war für mich eine vollkommen neue Erfahrung.

Wir haben tief in uns hineingeführt, uns vom Gefühl mit der Erde verbunden und die Energie aus dem Boden auf uns wirken lassen. Dabei habe ich auf einmal gemerkt, wie mein gesamter Körper begonnen hat zu brennen und zu kribbeln.

Das Gefühl ist schwer zu beschreiben. Ich hab mich stark und tief mit der Erde verbunden gefühlt. Auch alle anderen um mich herum haben das wahrgenommen. Das war für mich eine Erfahrung, die mir gezeigt hat: Da ist mehr, als ich mit meinen fünf Sinnen im Alltag wahrnehme. Seitdem ich diese Erfahrung gemacht habe, bin ich viel ruhiger geworden und gehe auch mit mehr innrer Ruhe durch den Alltag.

Wie kann ich lernen zu meditieren?

Schon zu Beginn meiner Reise habe ich gemerkt, wie gut mir Meditation tut. Doch auch das war eine Lernerfahrung, die klein anfing. Die Anleitung ist im Wesentlichen sehr einfach: Setz Dich an einen ruhigen Ort, schließ Deine Augen und konzentrier Dich ganz auf Deinen Atem.

Was auf Anhieb einfach klingt, hat mir Einiges an Übung abverlangt. Anfangs konnte ich keine fünf Minuten ruhig sitzen bleiben. Meine Gedanken schweiften ab, ich hatte Rückenschmerzen und verkrampfte. Doch mit jedem Mal ging es besser und ich konnte die Sessions verlängern.

Heute meditiere ich täglich jeden Morgen bis zu 30 Minuten am Stück. Ich stehe spätestens um 6 Uhr auf und mache meine Mediation. Lasse ich sie einmal aus, fehlt mir sofort etwas. Oft freue ich mich schon abends beim Schlafengehen darauf, mich am nächsten Morgen wieder in einen Zustand der Ruhe und der Verbundenheit zu begeben.

Durch die Meditation bin ich den ganzen Tag in Balance und habe viel mehr Energie, Wachheit und Klarheit für andere Menschen. Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch hier: Je mehr Du bei Dir selbst bist, desto mehr kannst Du auch für andere da sein. Seitdem ich meine Achtsamkeit trainiere, kann ich auch in anderen Menschen viel mehr wahrnehmen und habe ein völlig anderes Spektrum an Dingen, die ich tun und geben kann.

Das nimmt mir komplett den Stress. Auf Menschen aus einem Umfeld wirke ich ruhig und gelassen, doch gleichzeitig auch klar und fokussiert. Ich finde Glück und Erfüllung in mir selbst.

Ich möchte beginnen, doch wo soll ich anfangen?

Bücher können Dir den Start erleichtern und Dir helfen, ein erstes Gefühl für die Sache zu bekommen. Vor vielen Jahren nahm ich die ersten Bücher aus dem Buddhismus in die Hände. Meine Recherchen rund um Persönlichkeitsentwicklung hatten mich hierher geführt, denn es gibt viele Parallelen zum Buddhismus.

Auf ähnlichem Weg entdeckte ich auch das Gesetz der Resonanz und die Theorien über die Wirkungsweise des Universums. Heute schreibe ich darüber, als wäre es das Normalste überhaupt. Doch auch diese Reise begann mit ein paar ersten Schritten.

Ich habe vor einigen Jahren mal das Buch Master Key System in den Händen gehabt, ein Vorreiter von The Secret. Dieses Buch hat mir einen ersten Einstieg in die Welt der Mediation ermöglicht.

Auch Seminare geben Dir einen praktischen und erlebbaren Einblick. 2018 Jahr hab ich erste Seminare zur Spiritualität besucht. Dabei ging es um Themen wie: Was bedeutet Liebe eigentlich? Wie drückt sich Liebe im Universum aus? Wie können wir Einfluss darauf nehmen, wie wir auf andere wirken? Wenn Du also eher der praktische Typ bist und die Dinge gleich ausprobieren willst, kann ein Seminar für Dich genau richtig sein.

Alternativ findest Du im Internet auch eine Vielzahl von Apps, die Dir Dich mit geführten Meditationen bei Deinen ersten Schritten begleiten. Zudem können sie ein hilfreiches Tool sein, eine feste Meditations-Routine in Deinen Alltag zu kriegen. Anfangs reichen schon 10 Minuten Deiner Zeit, um einen spürbaren Unterschied in Deine Innenwelt zu bringen.

Lass uns in den Austausch gehen

Diesen Beitrag gestalte ich bewusst als Auftakt, um mit Dir in den Austausch zu kommen. Spiritualität ist ein sehr subjektives Thema. Daher bin ich überzeugt: Wo viele Menschen unterschiedliche, bereichernde Erfahrungen machen, da muss der Austausch besonders inspirierend und wertvoll sein.

Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dieses Thema mit Dir zu teilen. Ich würde mich freuen, wenn ich den ein oder anderen neugierig machen konnte. Ganz nach dem Motto: Manchmal merken wir erst, was uns gefehlt hat, wenn wir es gefunden haben.

Ich freue mich, Dich auf Deinem Weg zu begleiten und mich mit Dir auszutauschen. Was sind Deine Erfahrungen? Wie erlebst Du das Thema? Schreib mir gerne dazu einen Kommentar. Ich freue mich auf Dich!

Wann war Deine letzte Zeitreise? Was? Du hast keine Zeitmaschine? Doch, klar, die hast Du! Sie sitzt zwischen Deinen Ohren. Die aktivieren wir jetzt und machen einen kleinen Ausflug, denn da steckt das Geheimnis einer starken Verbindung. 

Lass uns in Gedanken zurückgehen in Deine ersten Schultage. Vielleicht erinnerst Du Dich sogar an die ersten Augenblicke im Kindergarten. Weißt Du noch, wer damals Deine Kameraden waren?

Nun springen wir zehn Jahre weiter. Welche Menschen haben Dich damals umgeben? Wer war mit Dir im Pausenhof? Du darfst gerne mit Deinen Gedanken abdriften. Lass Dich von ihnen zurück in die Momente tragen, die Dir ganz spontan einfallen.

Bist Du zurück hier im Text? Klasse! Jetzt feiern wir Deinen achtzehnten Geburtstag. Erinnerst Du Dich noch daran, wie Du diesen Moment gefeiert hast? Wer war da? Wer hat Dich an diesem besonderen Tag umgeben? Hattest Du einen Freund oder eine Freundin? Ist vielleicht noch heute einer von diesen Menschen in Deinem alltäglichen Umfeld?

Warum ich diese Reise mit Dir mache? Weil sie Dich sehr nah zu Dir selbst führt. Ob Du damals drei Jahre alt warst oder achtzehn – Du hast in jedem Alter Verbindungen zu anderen Menschen aufgebaut und Erlebnisse mit ihnen geteilt. Ganz natürlich.

Doch wenn ich heute auf Events in den Austausch gehe, kommt immer wieder diese Frage auf: „Christian, wie baue ich richtig starke Verbindungen zu anderen Menschen auf?“. Diese Frage hat lange in mir gearbeitet, bis ich den Einfluss der modernen Welt erkannt habe.

Die heutige Technik bietet uns eine riesige Bandbreite an Möglichkeiten, um uns mit anderen Menschen zu verbinden. Ich schätze, Du bist noch nicht mit Smartphone in der Tasche in die Schule gegangen, oder? Das ist heute anders. Obwohl wir ständig in Kontakt stehen, vermissen viele Menschen die richtig tiefen Verbindungen.

Wann bist Du zuletzt einem Menschen begegnet, bei dem Du den Eindruck hattest: „Wow, der hat eine Präsenz! Der ist voll bei mir, wenn er mit mir redet und strahlt eine ganz besondere Ruhe aus“? Diese Fähigkeit ist selten geworden und doch sehr gefragt, denn zwischen zwei Menschen kann eine sehr starke Energie entstehen.

In diesem Beitrag dreht sich alles um Deine Fähigkeit, wahre Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen. Dabei geht es mir vor allem um die Qualität der Beziehungen, nicht um die Quantität. Du kannst hunderte Menschen in Deinem Leben haben und Dich dennoch einsam und alleine fühlen. Wie also erreichst Du diese Qualität? Folge mir auf eine spannende Reise in die vier Schritte hinter die Kulissen des Beziehungsaufbaus.

1. Die Verbindung zu anderen beginnt bei Dir selbst

Bevor Du eine Verbindung zu anderen Menschen aufbauen kannst, solltest Du erst einmal eine Verbindung zu Dir selbst schaffen. Denn alles beginnt bei Dir. Wenn Du nicht in Kontakt mit Dir selber bist, wirst Du auch nicht in Kontakt mit anderen kommen. Für mich ist beides untrennbar miteinander verbunden.

Die Logik dahinter ist einfach: Wie eine Blume erst ihre Wurzeln schlagen muss, bevor sie ihre Blüten mit anderen teilen kann, so darfst auch du Dich erst selbst erkennen, bevor Du Dich anderen zeigst.

Selbstbewusstsein und Selbstliebe sind der Schlüssel dazu. Das bedeutet keinesfalls, dass Du selbstverliebt sein sollst. Mach Dir vielmehr selbst bewusst, wer Du bist, wofür Du im Leben stehst und was Du in der Welt bewirken willst. Entdecke Deine Werte und die prägenden Erfahrungen, die Dich ausmachen. Dich selbst lieben, das bedeutet in diesem Kontext, dass Du all Deine Facetten als Teil von Dir wahrnimmst und annimmst – Deine hellen und auch Deine dunklen Seiten – ohne Dich klein zu machen, Dich minderwertig oder ungenügend zu fühlen. Schließlich tragen alle Facetten von Dir zu dem bei, was Du heute bist.

Der ein oder andere mag nun sagen: „Aber Christian, heute sagt mir doch jeder, dass ich bei anderen anfangen soll. Wenn ich ihnen Mehrwert biete, dann kommt doch die Erfüllung von alleine auch zu mir.“ Da ist natürlich etwas dran. Doch nach meiner Erfahrung kannst Du am besten für andere wirken und da sein, wenn Du Dich selbst und Dein volles Potenzial kennst. Dann kannst Du auch automatisch viel mehr für andere Menschen geben.

Im ersten Schritt geht es also darum, dass Du Dich selbst anerkennst und lieben lernst. Im Grunde ist das sehr einfach. Du beginnst damit, Dir die Zeit und auch die Ruhe für Dich selbst zu nehmen, in Dich hineinzuhorchen und in Verbindung zu Dir selber zu gehen. In dem Moment, wo Du in Verbindung mit Dir selber bist, hast Du auch wieder die Möglichkeit, Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen und kannst dabei aus Deinem vollen Sein schöpfen. Hast Du Dein Innen erkannt, kannst Du Deinen Blick auf das Außen richten.

2. Reduzier Deinen Stress

Kennst Du das? In sehr stressigen Momenten fällt es Dir schwer, die Verbindung zu Dir selbst zu halten und erst recht zu anderen Menschen.

Mir haben solche Situationen früher viel Kummer bereitet. Ich hatte viel zu tun, verstreute meine Aufmerksamkeit über mehrere Themen zugleich und hatte so nur wenig Kapazitäten frei für die Menschen, die mir nahestanden und mit ihren Anliegen zu mir kamen.

Das klassische Muster dahinter: Ich war leicht reizbar und hörte nur mit einem Ohr zu. Um möglichst schnell zu meinen Themen zurückzukommen, lieferte ich nur kurze Antworten und manchmal rutschte mir selbst die ein oder andere verletzende Bemerkung raus. Ich wollte alles möglichst schnell regeln, ohne wirklich da zu sein und hin zu hören. Von tiefen Verbindungen keine Spur!

Erst nach einiger Zeit wurde mir klar, dass mein Stresslevel nicht nur die Kommunikation mit meinem Umfeld angriff, sondern auch noch die Verbindungen zu den Menschen, die mir am Herzen lagen. Also beschloss ich, daran zu arbeiten.

Was sind die Faktoren, die Dich stressen? Stress entsteht besonders dann, wenn Du Dinge tust, die Du nicht möchtest, hinter denen Du nicht stehst, die einfach nicht zu Dir und Deinen Werten passen. In solchen Situationen agierst Du gegen Deinen Willen oder bis nicht ehrlich mit Dir selbst. Heruntergebrochen sind das vor allem solche Momente, in denen Deine Integrität leidet.

Was mir geholfen hat, mein Stresslevel zu reduzieren? Bewusste Auszeiten für mich selbst. Mein Rat an Dich: Schaffe Dir Freiräume, um Energie zu tanken und wieder einen klaren Blick zu bekommen. Mir gelingt das besonders gut mithilfe von Sporteinheiten oder Meditationen. Momente, in denen ich ganz mit mir und meinem Körper bin.

Du bekommst einen klaren Durchblick, ein Bewusstsein für Dein inneres Wohlbefinden und Du merkst mit der Zeit intuitiv, wann Du die Verbindung zu Dir selbst besonders schützen und sie wieder aufbauen musst.

3. Hör auf, unbedingt zu wollen

Ja, Du hast richtig gelesen: Hör auf, die Dinge unbedingt zu wollen.

Ich verstehe, dass das für den ein oder anderen paradox klingt. Doch kennst Du diese Momente nicht auch aus Deinem eigenen Leben? Du verfolgst hartnäckig ein Ziel und investierst all Deine Kraft, doch es entwickelt sich nicht so, wie Du es Dir vorstellst. Irgendwann nimmst den Druck raus, lässt los, lässt locker, und plötzlich lösen sich die Probleme von ganz alleine.

In diesem Zustand ziehst Du Dinge an und siehst Lösungen, die Du vorher nicht erkannt hast, weil Du zu verkrampft warst.

Nicht immer bedeutet mehr Energieeinsatz auch bessere Resultate. Trau Dich also, loszulassen, wenn Du Dich am liebsten festklammern würdest. Lass Dinge gehen, die Du absolut in Deinem Leben haben willst. Mach Dir klar, was Du erreichen willst und gib den Dingen eine Chance, sich zu entfalten.

Fällt Dir das schwer, kann körperliche Aktivität Dir helfen, Dich aus schwierigen Momenten zu lösen und Deine Aufmerksamkeit zurück in den Moment zu bringen. Du kannst auch meditieren oder auch Atemübungen machen. Stell Dir vor, wie Du mit jedem Ausatmen mehr und mehr von Deinem Thema loslässt und Dich tiefer entspannst.

Hast Du den Eindruck, dass dieses Vorgehen konträr zu Deinen Zielen steht? Paradoxerweise wird es meist schwieriger, ein Ziel zu erreichen, wenn Du Dich zu sehr darauf verkrampfst. Stattdessen darfst Du Dir einmal klar machen, wo Du hin willst, und es dann einfach geschehen lassen.

Ich lade Dich ein, Dich eine Zeitlang selbst zu beobachten und bewusst erste Erfahrungen mit dem Loslassen zu sammeln. Erzähl mir gerne in den Kommentaren von Deinen Resultaten. Ich freue mich über den Austausch mit Dir.

4. Nimm Deine Maske ab

Wenn etwas schwierig oder unangenehm wird, dann verstecken wir uns gerne hinter einer Hülle, die wir nicht sind. Wenn Du mir nicht erst seit heute folgst, dann kennst meinen Rat in diesen Situationen: Nimm Deine Maske ab! Lass Deine Hüllen und Deine Schutzpanzer fallen. Das klingt auf Anhieb so, als wäre das eine einmalige Aktion, doch Masken drängen sich heute ständig und von allen Seiten immer wieder aufs Neue auf.

Unsere Umwelt und besonders die Medien wirken ständig auf uns ein, impfen uns mit Bedürfnissen und beschallen uns mit begehrenswerten Erfolgsgeschichten anderer. Ohne dass wir es merken, zwingen sie uns immer wieder in den Vergleich mit anderen. Insbesondere die Werbung weckt still und heimlich Wünsche in uns, etwas zu besitzen oder jemand zu sein, der wir eigentlich gar nicht sein wollen. Wir versuchen, den Erwartungen anderer gerecht zu werden und verlieren uns dabei selbst aus dem Blick.

Es bringt nichts, wenn Du Dinge tust oder Dinge sagst, nur weil sie jemand anders von Dir erwartet. Wenn Du Dinge aussprichst, die sich für Dich nicht echt und richtig anfühlen, dann nagt das an Dir und wirkt wie ein Keil, den Du zwischen Dich und Dein wahres Selbst treibst. Kurzfristig mag es sich anfühlen, als würdest Du Deinem Ziel näher kommen, doch mittelfristig kann das ein böses Erwachen geben.

Du richtest dann nämlich Dein Leben nach dem aus, was Du im Außen findest und was andere für gut und richtig halten. Achte darauf, die Verbindung zu Dir selbst nicht zu verlieren. Ansonsten läufst Du Gefahr, später zu erkennen, dass Du einen Weg gegangen bist, den andere für Dich wollten. Dein Herz hat versucht, Dir einen anderen Weg zu weisen, doch die Stimmen im Außen waren so laut, dass Du Deine innere Stimme nicht gehört hast.

Trau Dich, Du selbst zu sein. Sei authentisch und zeig Dich, wenn Du echte Beziehungen aufbauen willst. Werde Dir selbst gerecht, nicht den Erwartungen anderer. Gib Deinem Gegenüber die Möglichkeit, Dich zu erkennen, wie Du wirklich bist. Lässt Du Deine Maske fallen, gibst Du anderen Menschen die Chance, Dich wirklich zu sehen. Gleichzeitig strahlst Du mit dieser Verletzbarkeit ein großes Vertrauen und eine immense Stärke aus.

Fazit

Wenn Du diese vier Schritte zu hundert Prozent befolgst, dann wirst Du ganz von alleine Menschen in Dein Leben ziehen, mit denen Du tiefe Beziehungen aufbauen kannst.

Stehst Du zu Dir selbst, bist Du gelassen und voll im Moment, dann entfaltest Du eine Ausstrahlung, die anziehend auf andere Menschen wirkt. Sie fühlen sich in Deiner Gegenwart wohl, denn sie spüren, dass Du echt bist und dass Du mit dieser Nähe, Ehrlichkeit und Verletzbarkeit etwas ganz Besonderes mit ihnen teilst.

Diese Art, Dich rauszuziehen und mit Abstand auf Dein Leben zu blicken, ist ein große Bereicherung für Deine Beziehung und Dein Leben überhaupt. Auch das Buch „Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ zeigt, dass die echten Beziehungen in unserem Leben rückblickend die größten Geschenke überhaupt sind.

Selbst wenn Dir alles genommen wird, Dein Erfolg, Dein Status, die materiellen Dinge – echte Beziehungen, die Du in Deinem Leben aufbaust, sind die Quelle aus denen das meiste Glück in Dein Leben kommt. Ist es nicht ein wunderbares Geschenk, das heute schon zu wissen und Verbindungen zu anderen Menschen von nun an viel bewusster erleben zu können?