Leadership

Treibst Du Sport? Hast Du Dir vorgenommen, in Zukunft mehr für Deinen Körper zu tun? Dann führt Dich Dein Weg wahrscheinlich schnell ins Fitnessstudio.

Nehmen wir mal an, Du bist dort für ein Probetraining. Von welchem Trainer würdest Du Dich eher auf dem Weg zu Deinem Traumkörper begleiten lassen? Von dem athletischen Energiebündel oder von der Schlafmütze mit Wohlstandsbauch?

Ja, die Frage meine ich ernst! Wenn du mit dem Rauchen aufhören willst, holst Du Dir wahrscheinlich auch keine Tipps bei einem Kettenraucher, oder?

Um Dich zu Deinen großen Zielen leiten zu lassen, suchst Du Dir bewusst jemanden aus, dem Du das auch zutraust. Und wie erkennst Du den geeigneten Menschen besser, als wenn er Dein Ideal vorlebt.

„Practise what you preach“, heißt es im Englischen. Für mich fängt das ganze Thema Führung und Leadership genau hier an: bei Dir!

Führung ist Persönlichkeitsentwicklung

Bestimmt hast Du längst erkannt: Persönlichkeitsentwicklung ist für mich eine Herzensangelegenheit. Als ich vor mehr als 15 Jahren damit anfing, trat zeitgleich auch das Thema Leadership in mein Leben. Ich durfte einen Vertrieb mit tausenden von Partnern führen.

Dabei wurde mir schnell klar: Führung und Persönlichkeitsentwicklung haben faszinierende Wechselwirkungen.

Zum einen wirst Du zu einer bessern Führungskraft, indem Du Deine Persönlichkeit weiterentwickelst. Denn je mehr Du in Deine eigene Entwicklung investierst, desto mehr kannst Du später auch an andere weitergeben.

Zum anderen lernst Du als Leader immer auch sehr viel über Dich selbst. Dein Team hält Dir den Spiegel vor. Wenn Du offen dafür bist, kannst Du Dich durch ihre Augen betrachten. Dieser Perspektivwechsel ist unglaublich kraftvoll.

Persönlichkeitsentwicklung ist also Self-Leadership. Du lernst an erster Stelle, Dich selbst durch Dein Leben zu führen. Das gesamte Thema Führung bringt Dich also auch dann weiter, wenn Du aktuell noch kein Team leitest. Denn auch dann gibt es immer einen Zuschauer in Deinem Leben: Dich selbst!

Als bei mir das Thema Leadership aufkam, habe ich mich richtig tief reingekniet. Ich wollte mehr wissen und habe mich mit den Leadership-Gedanken von Blair Singer, Antony Robbins, John Maxwell, John Wooden und vielen anderen befasst.

Im Laufe der Zeit hab ich diese Learnings kombiniert mit den persönlichen Erfahrungen, die ich in der Zusammenarbeit mit charismatischen Führungspersönlichkeiten gesammelt habe.

Dabei sind die folgenden 10 Leadership-Basics entstanden, die mir dabei geholfen haben, zu dem zu werden, der ich heute bin. Ich freue mich, diese mit Dir zu teilen.

1. Bevor Du andere führst, führe erst Dich selbst

Erinnerst Du Dich an die drei Basics für Integrität?

Handle nach Deinen Werten, sag die Wahrheit und halt Dein Wort.

Du hast sie verinnerlicht? Klasse! Dann hast Du bestimmt gespürt, welchen Drive Integrität in Dein Leben bringt. Du übernimmst Verantwortung für Dein Leben und formst es nach Deiner Vorstellung.

Damit geht eine neue Klarheit einher. Ja, du gehst mit mehr Leichtigkeit durch Dein Leben, wenn Du Deine Werte kennst und weißt, was Du wirklich für Dein Leben willst. Diese Klarheit wirkt unglaublich befreiend und gibt Dir enorme Stärke.

Kennst Du diese Situationen, wenn Du morgens zögerst, was Du anziehen sollst? Du fragst Dich: Ist das Outfit zu gewagt? Ist der Pulli zu kurz? Du triffst dann aus der Not heraus eine Entscheidung, doch Du stehst nicht so richtig dahinter. Für den Rest des Tages fühlst Du Dicht nicht wohl. Der Gedanke an Dein Äußeres nagt an Dir. Solche Zweifel kosten Dich viel Kraft und hindern Dich, in wichtigen Momenten voll bei der Sache zu sein.

Genau so ist es auch mit Deiner Innenwelt. Wenn Du Deine Werte und Ziele nicht klar hast, werden Dich sogar kleine Dinge im Alltag ins Straucheln bringen. Du verlierst Energie.

Wenn Du mit Deinen Gedanken in Deinem Kopf bist, dann bist Du nicht bei den anderen.

Wenn Du andere Menschen führen willst, dann schaffe Dir Klarheit über Deine Identität, Deine Deine Werte und Deine Ziele. Führe Dich, dann hast Du auch den Kopf frei, um ganz bei den anderen zu sein.

2. Sei ein Vorbild für andere und lerne zu dienen

„Christian, wie kann ich all mein neues Wissen in den Alltag bringen und auch mit anderen teilen?“

Diese Frage stellen mir viele Teilnehmer am Ende eines Seminars. Ich antworte dann gerne: Belehre Dein Umfeld nicht! Setz die Sachen um und beginne damit, an Deinen Resultaten zu arbeiten.

Nichts inspiriert andere mehr als Dein aktives Handeln. Wenn Du Deinen Worten Taten folgen lässt, zeigst Du anderen nicht nur, dass etwas geht, sondern auch wie sie die besten Resultate erzielen. So ziehst Du automatisch Menschen an, die etwas von Dir lernen wollen. Du wirst für sie zum Vorbild.

„Sei Du selbst die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst“, hat Mahatma Gandhi gesagt. Eines der Key-Learnings über Leadership überhaupt! Lebe die Ideale vor, die Du bei anderen sehen willst. Denn Du kannst nur das von anderen verlangen, was Du auch Dir selbst abverlangst.

Doch was meine ich damit, wenn ich sage: „Lerne zu dienen“?

Wenn Du ein Team anführst mit Menschen, die unterschiedliche Funktionen ausüben, dann solltest Du wissen, wie es sich anfühlt, diese Arbeiten umzusetzen.

Viele Unternehmer, die sich draußen ein Team aufbauen, haben genau damit Probleme: Sie wissen nicht, wie sich die Basics anfühlen und was es bedeutet, was ihre Team-Mitglieder gerade durchmachen. Wenn Du diese Arbeiten jedoch selbst einmal erlebt hast, kannst Du Deinem Team hilfreiche Anweisungen geben.

Wie schreibst Du gute Texte? Wie funktioniert Marketing? Welche Akquise-Strategien kommen für Dich in Frage? Worauf kommt es bei Facebook an? Lerne diese Dinge selbst, wenn Du später andere darin anleiten willst. Klar, sollst Du kein Mikromanagement betreiben, doch es ist wichtig, dass Du zumindest ein Verständnis für die Themen hast, die Dein Team beschäftigen.

3. Gib jeden Tag Dein Bestes und Dein Erfolg wird sich einstellen

Hinter diesem Tipp steckt nicht nur ein klasse Mindset, sondern auch eine wirkungsvolle Strategie. Wenn Du die beherzigst, dann holst Du automatisch aus jedem Tag das Beste raus und wirst in Deinem Bereich schon bald ganz vorne mitspielen.

Lass uns mal ehrlich sein: Du hast Dein großes Ziel vor Augen und bestimmt hast Du auch schon eine Idee, über welchen Weg Du dorthin gelangen kannst. Was hält Dich davon noch ab? Handeln und Gas geben!

John Wooden, der legendäre Basketball-Coach, brachte es in etwa so auf den Punkt: „Ich zeige den Menschen nicht, wie sie gewinnen, sondern wie sie jeden Tag ihr Bestes geben.“

Darin steckt die tiefe Überzeugung, dass alles, was wir zur Erfüllung unserer Träume brauchen, längst in uns steckt.

Schau Dich mal um in Deinem Umfeld. Viele wissen, was sie tun müssten, um voran zu kommen, doch die wenigsten tun es.

Unsere Welt bietet heute viele spannende Möglichkeiten, doch leider auch genau so viele Verlockungen, die uns immer wieder verführen und von unserem Ziel abbringen wollen.

Mach Dir also klar, was das Wichtigste ist, was Du heute für Dein Ziel tun kannst und gib Dein Bestes dafür.

Wenn Du für eine Sache hundert Prozent gibst, dann wirst Du von alleine zum Leader, denn andere werden sich sagen: „Wow! Davon möchte ich ein Teil sein“. Ich bin richtig stolz, diese Energie auch heute in meinem eigenen Team zu spüren.

4. Gib niemals anderen die Schuld, übernimm die volle Verantwortung

Leader geben ihrem Team Stärke und Sicherheit, wenn es um sie herum unsicher wird. Sie gehen voran, wenn es dunkel wird und sie erinnern Menschen am ihre Stärke, wenn sie an sich zweifeln.

Wenn mal etwas nicht funktioniert, dann stell nicht die Schuldfrage. Sie sorgt nur für Verunsicherung und macht andere klein. Außerdem hält Dich eine zu tiefe Auseinandersetzung mit der Schuld-Frage in der Vergangenheit fest. Und Du willst doch aus der Situation raus und nach vorne blicken, oder?

Natürlich solltest Du die Situation analysieren und mit Deinem Team Vorkehrungen treffen, damit sich die Fehler nicht wiederholen. Doch als Leader übernimmst Du die Verantwortung, denn Du hast Dein Team ausgewählt und aufgebaut. Hilf Deinem Team, nach vorne zu blicken.

Denk auch hier daran, Vorbild zu sein. Wenn Du mit diesem Beispiel vorangehst, dann wird Dein Team Ergebnisse erzielen, von denen ihr bisher nur geträumt habt.

5. Wer fragt, der führt!

Die meisten Führungskräfte, die ich kenne, stellen viel zu wenig Fragen. Stattdessen machen sie Ansagen, erläutern ihre Zielsetzung und übertragen ihre Vorstellungen auf das Team.

Damit vergeben sie zwei große Chancen!

Erstens entgeht ihnen die wertvolle Sichtweise ihrer Team-Mitglieder. Selbst als alter Hase kann es immer wieder vorkommen, dass Dir im Alltag Dinge entgehen. Unsere Welt verändert sich heute rasant und wird jeden Tag komplexer. Einer alleine behält da kaum den Durchblick. Wenn Du aktuelle Herausforderungen als Frage an Dein Team richtest, bekommst Du oft Hinweise und Ideen, an die Du selbst nicht gedacht hättest. Frage nach Rat und nach Meinung. Nutze das Wissen und den Ideenreichtum Deines Teams!

Zweitens sind Fragen eine wunderbare Chance, Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen. Welche Persönlichkeiten hast Du in Deinem Team? Welche Stärke hat der oder die einzelne? Was für Vorlieben und welche individuellen Ziele haben eigentlich Deine Team-Mitglieder und wie lassen sich die mit der gemeinsamen Vision verbinden?

Indem Du Fragen stellst, baust Du eine Beziehung zu den Menschen auf. Nur wer wirkliche Beziehungen hat, kann auch effektiv führen. Effektive Führung beginnt dort, wo Du die Stärken Deines Teams erkennst und Deine Mitglieder nach ihren Stärken und nach ihrer Persönlichkeit einsetzen kannst.

Nutze die Kraft der Fragen. Sie können Wunder bewirken!

6. Schaffe eine Fehlerkultur

Welche Bedeutung hat das Wort „Fehler“ für Dich?

Insbesondere in Deutschland verbinden wir damit oft Schuldgefühle und Versagen. Doch die Zeiten ändern sich! Wir erleben gerade, wie das Wort „Fehler“ in der Gesellschaft und im Business eine neue Bedeutung bekommt.

Nachdem Thomas Edison nach vielen gescheiterten Versuchen die Glühbirne erfand, erklärte er zu seinen Fehlversuchen: „Ich habe nicht versagt. Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren.“

Diese konstruktive Art auf Fehler zu blicken, ist extrem bereichernd. Denn viele Fehler, die erst wie Irroder Umwege erscheinen, stellen sich später als wichtige Erfahrung und manchmal sogar als Vorteil heraus.

Genau so hat jeder von uns das Laufen gelernt. Wir sind alle unzähligen Male hingefallen. Zum Glück hat uns keiner dafür bestraft. Wir hätten es sonst wahrscheinlich nicht mit so viel Elan weiterversucht.

Schaffe als Leader eine Fehlerkultur für Dich und Dein Team. Natürlich gibt es immer bestimmte Bereiche, die einfach laufen müssen. Doch überall, wo Freiraum und Fehlertoleranz möglich sind, da erhören sie auch Kreativität und Produktivität Deines Teams.

7. Kommuniziere klar und deutlich

Hast Du Deine Ziele für Dich klar? Dann liegt der nächste große Schritt darin, Dein Team abzuholen, zu inspirieren und zu begeistern.

Je klarer und präzisier Du Deine Gedanken formulierst, desto besser kann Deine Vision auch auf Dein Team überspringen.

Das bedeutet nicht nur, klare Worte zu finden, sondern auch, die richtigen Informationen preiszugeben. Denn damit Dein Team seinen besten Beitrag zu Deinen Zielen leisten kann, muss es voll verstehen, wo Du hin willst.

Vermeide große Worthülsen und langes Um-den-heißen-Brei-Reden. Als Leader setzt Du mit Deinen Worten und Deinem Verhalten den Rahmen für Dein Team.

Drück Dich klar, deutlich und direkt aus und bring es auch Deinem Team bei. So spart ihr nicht nur Zeit und Nerven, sondern erreicht auch schneller Eure Ziele.

8. Sei immer vorbereitet

Bereite Dich auf Deinen Tag und Deine Termine vor.

Eine gewisse Fehlertoleranz ist wichtig und Du darfst auch das Improvisieren üben. Achte jedoch darauf, dass die Qualität Deiner Gespräche und Ziele nicht darunter leidet.

Dazu reicht es aus, wenn Du Dich abends nochmal hinsetzt und Dir genau anschaust, was Dich am nächsten Tag erwartet. Welche Personen wirst Du treffen? Welche Verbindungen willst Du aufbauen? Welche Ziele willst Du erreichen?

Vorbereitung ist der Schlüssel. Ob Du ein neues Produkt einführst, einen neue Vortrag hältst oder neue Menschen kennenlernst. Je besser Du vorbereitet bist, desto flexibler kannst Du auch agieren.

Improvisation und Vorbereitung schließen sich also nicht aus. Gute Vorbereitung muss Dich nicht einschränken. Letzten Endes ist genau das Gegenteil der Fall.

Mit Vorbereitung meine ich weder Choreografie noch Auswendiglernen. Vielmehr geht es darum, dass Du Dir die Fakten zurechtlegst und in den entscheidenden Momenten die notwendigen Infos im Kopf hast. Das bedeutet maximalen Fokus, wenn Du ihn brauchst.

9. Sei mutig und trau Dich was

Trau Dich, auch mal Entscheidungen zu treffen, die unbequem sind.

Begib Dich in die Ungewissheit. Dort findest Du das Neue und richtig Aufregende! Das sind die Momente, wo Dein Team sagt: Das ist etwas so Verrücktes und Ungewöhnliches, da will ich unbedingt mitmachen! Davon will ich ein Teil sein!

Trau Dich, etwas Anderes zu tun, hervorzustechen und Dinge auszuprobieren. Nur wenn Du andere Dinge tust, kannst Du auch andere Ergebnisse erwarten.

Außerdem wirst Du merken, wie Du und Dein Team in solchen Momenten noch enger zusammenwachst.

10. Vertraue dem Prozess

Dieser letzte Punkt ist gleichzeitig auch das Fazit meiner 10 Tipps für modernes Leadership.

„Winning is a result of process!“, sagt John Wooden. Gewinner erlangen ihre Stärke dadurch, dass sie sich vom Prozess leiten lassen.

Vielleicht fühlst Du Dich heute noch nicht wie eine Führungskraft und hast ein mulmiges Gefühl im Bauch bei dem Gedanken, ein Leader zu werden.

Gerade dann lade ich Dich ein: Vertraue darauf, dass Du alles Nötige mit der Zeit lernen wirst.

Viele große Persönlichkeiten haben irgendwann einmal klein angefangen. Jede noch so große Reise beginnt immer mit einem ersten Schritt.

Genau wie Du so wird auch Dein Team mit jedem Tag besser werden. Gib Dir und anderen also die Zeit, zu lernen und zu wachsen.

Ich empfehle Dir, regelmäßig zu diesen zehn Punkten zurückzukehren und sie Dir in Erinnerung zu rufen. Überlege Dir, was Du schon lebst und was Du als nächstes vertieft in Dein Leben integrieren möchtest.

Ich freue mich, wenn Du Deine Fortschritte und Erfahrungen mit mir teilst.

3 Kommentare
  1. Mari
    Mari sagte:

    Leadership ist auch von mir ein Herzensthema und der Beitrag dazu ist einfach super. Er zeigt was alles dazu gehört und wie wir alle bei uns selbst anfangen… Danke. Toller Beitrag.

    Antworten
  2. Leonie
    Leonie sagte:

    Lieber Christian,

    Danke für diesen tollen Beitrag! Du hast nicht nur 10 Basics zusammengefasst, für mich ist es mehr! Für mich sind es grundlegende Haltungen zum Thema Führung. Und diese Haltungen anzunehmen ist eine bewusste Entscheidung aus Überzeugung heraus. Will ich Eigenverantwortung übernehmen und Vorbild sein? Will ich von der Meinung meines Teams wissen und bestenfalls davon profitieren? Will ich inspirieren und anders sein? Ich kann diese Fragen alle mit einem großen JA beantworten!

    Zum 1. Juli habe ich als Shopping Center Managerin die Verantwortung für ein 15 köpfiges Team als erste Führungsaufgabe übernommen. Natürlich bin ich noch am Anfang meine Führungspersönlichkeit (weiterzu-) entwickeln, aber beim Lesen deines Beitrags habe ich bemerkt, dass ich einige Punkte intuitiv und aus meinen persönlichen Werten heraus lebe. Bei anderen Punkten habe ich definitiv noch Verbesserungspotenzial. Aber sich dessen bewusst zu werden ist ja der erste Schritt. Meine Handlungen als Führungspersönlichkeit reflektiere ich sehr viel und sehr bewusst. In 5 Monaten habe ich schon so viel gelernt! Ein großes Learning hatte ich gerade letzte Woche zum Thema Eigenverantwortung und Vorbild sein. Eine Virus-Infektion hat mich mit einer heftigen Erkältung umgehauen. Zeitgleich war mein Stellvertreter für die ganze Woche krankgeschrieben. Durch Urlaub und Schulungen war unser Büroteam sehr dezimiert. Innerlich war ich zerrissen zwischen Eigenverantwortung mir und meinem Körper gegenüber und meiner (Führungs-) Verantwortung meinem Team gegenüber. Schließlich wollte ich die verbleibenden Kollegen nicht im Stich lassen. Mich tatsächlich (auch) die ganze Woche krankschreiben zu lassen ist mir definitiv nicht leicht gefallen. Zwei Dinge haben mir dabei enorm geholfen. 1. Habe ich meinen Chef über die Ausnahmesituation informiert und somit einen Teil der Verantwortung abgegeben. 2. Habe ich über meine Werte nachgedacht. Mir ist bewusst geworden, dass ich mir von meinen Mitarbeitern Eigenverantwortung wünsche – also ist die logische Konsequenz, dass ich diese als Führungspersönlichkeit vorleben muss und meinen Anspruch zunächst selbst erfüllen muss!

    Als ich wieder im Büro war, habe ich sogar mein Learning und meine Überzeugung offen mit dem Team geteilt. Ob das richtig war? Keine Ahnung. So bin ich als Führungspersönlichkeit aber und lerne mehr und mehr hinter meiner Offenheit und meinen Überzeugungen/Haltungen zu stehen. Am Ende des Tages steht das Shopping Center (natürlich) noch und die verbleibenden Kollegen haben „den Laden“ erfolgreich geschmissen. Denn so wichtig ist man als Chef auch nicht bzw. zumindest läuft es auch mal eine Weile ohne einen selbst. Ein gewisser Demut und sich selbst nicht für unabkömmlich zu halten ist eine weitere wichtige Haltung, die mir noch einfällt :)

    Hach, ich könnte stundenlang weiterschreiben! Mir sind beim Lesen so viele Learnings aufgefallen, die ich bereits hatte. Sicherlich werde ich mir den Beitrag noch öfter durchlesen, um mir meiner Learnings mit fortschreitender (Führungs-) Erfahrung bewusst zu werden.

    Gerne mehr zum Thema Führung!!!! Podcast, Blog, Instagram-Live …

    Danke, dass du dir die Zeit genommen hast deine Erkenntnisse/Gedanken aus den unterschiedlichen Töpfen für deine Community zusammenzufassen. Mich würde noch interessieren, wie lange du daran gesessen hast :)

    Viele Grüße aus Erfurt

    Leonie

    Antworten
    • Christian ;)
      Christian ;) sagte:

      Hallo liene Leonie, danke für dein unglaubliches Feedback! Es freut mich riesig, dass du dich mit so vielen meiner Gedanken identifizieren kannst. Und ja, diese Beiträge zu schreiben ist immer sehr viel Arbeit. Gleichzeitig macht es mich glücklich zu sehen, wieviele von euch mit den Texten etwas anfangen können und die ARbeit wertschätzen. Beim Schreiben an sich bekomme ich sehr große Unterstützung durch mein Team und meinen lieben Texter und kreativen Kopf Youri, den ich euch sicher allen noch mehr viorstellen werde in den nächsten Wochen. Youri hat eine unglaubliche Gabe mit seinen Worten die Botschaften auf den Punkt zu bringen nund mit viel Gefühl zu transportieren. Solch eine Arbeit geht nur im Team. Genau wie Fürhung! Liebe Grüße, Christian

      Antworten

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